Blumen für den Morbacher Herbst

MORBACH. Mit Spielleuten und Sangeslerchen laden die Morbacher Gewerbetreibenden zum Bauern- und Kreativmarkt mit verkaufsoffenem Sonntag ein.

Wer am kommenden Sonntag nichts verpassen will, der sollte Augen und Ohren offen halten und vor allem stets Sorge tragen, zeitig am rechten Ort zu sein. Zwar spielt beim fünften Morbacher "Bauern- und Kreativmarkt mit verkaufsoffenem Sonntag" praktisch überall die Musik. Genauer gesagt die der Spielleute von "Eygenart", sprich Albin Saitenschlaeger, Jan Rolph von Heidweiler und Helene von Holzerode. Per Schlagwerk in eine andere Zeit

Den ganzen Tag über, also von 11 bis 18 Uhr, entführen sie die Besucher mit Laute, Gitarre, Flöte und "Schlagwerk" in eine andere Zeit. Unabhängig davon geben die "Hirschbachlerchen" an der Kirche, am Pont sur Yonne, ein zweistündiges Ständchen (siehe Programm). Doch wenn deren letztes Lied allmählich verklingt, drehen die Morbacher Gewerbetreibenden ganz im Sinne des diesjährigen Mottos "Wir feiern Erntedank" erst richtig auf. Schlag 15 Uhr zieht der Erntewagen der Trachtengruppe Bosen mit großem Hallo im Morbacher Zentrum ein. Mit ihrem Pferdegespann arbeiten sich die Damen und Herren singend vom Unteren Markt in Richtung Oberer Markt vor. Am Pont sur Yonne führen sie dann noch einen Tanz um den Ernteteppich der Landfrauen auf. Doch wer da denkt, nun wird es ruhiger im Ortskern, der irrt. Denn der Auftritt einer portugiesischen Tanzgruppe aus Luxemburg verspricht alles andere als ein geruhsames Ausklingen. Über das pausenlose Programm dürften einige fast vergessen, dass drum herum die Geschäfte von 13 bis 18 Uhr ihre Türen geöffnet halten und das Marktgeschehen blüht. Mehr als 90 Standbetreiber haben sich angemeldet. Sie bieten landwirtschaftliche Produkte, Kunsthandwerk und Kreatives an. Bei der Dekoration des Markts haben traditionell die Landfrauen ihre Hände mit im Spiel. Landjugend setzt Zeichen

Die Landfrauen kommen in besonderer Weise auch beim Schmücken des Bosener Erntewagens zum Zug. Doch auch die Landjugend hat in zuverlässiger Manier schon Wochen vor dem Morbacher Herbst sichtbare Zeichen gesetzt. An dem von ihnen am Kreisel geschmückten Erntewagen fehlte lediglich noch der Hinweis auf seinen Zweck. Kurze Zeit später zog der Wagen dann um an die Bundesstraße. Ein Verweis auf den Markt ist aber auch dort kaum auszumachen. Des Rätsels Lösung ist das Plakatierverbot der Gemeinde, das eine Werbung in dieser Form nicht mehr zulässt.