Bouchlappen und de Grievatha Boar

Zehn Wagen und sechs Fußgruppen haben sich in Greverath und Niersbach auf den Weg gemacht, um einen besonderen Erntedankumzug zu zeigen. Eine Schmiede, Pferde, Gänse, das Thema Äpfel und eine ganze Brunnenanlage waren unter anderem zu sehen. Alle drei Jahre findet der Umzug statt mit viel Engagement der Dorfbewohner.

Niersbach-Greverath. Die Erntekrone voran. Jetzt geht es los in Niersbach und Greverath. Der Erntedankumzug kommt (der TV berichtete kurz). Schon ein bis zwei Stunden davor haben es sich die Besucher im Ort gemütlich gemacht, haben sich Stühle und Bänke vor die Tür gestellt. Die Plätze auf den Mäuerchen haben sich gefüllt, und auch die Bushaltestelle in der Mitte des Ortes hat wahrscheinlich schon lange nicht mehr so einen Andrang gehabt. Im Dorfmuseum kann man sich schon einmal mit Blick auf alte Pflüge, Sägen und Pferdegeschirr auf die alte Zeit einstimmen. Fachgespräche über den Reifezustand der Zwetschgenbäume werden hier geführt, bewundernde Blicke auf die gepflegten Vorgärten geworfen. Seit sechs Monaten laufen die Vorbereitungen , und es hat sich gelohnt.
Hinter der Erntekrone, für die der Gemeinderat verantwortlich ist, kommen Kraut und Rüben, der Villa Kunterbunt. Die Kindergartenkinder haben sich als solche verkleidet und haben Möhrchen dabei. Der Kirchenchor hat gleich die ganze Kirche mitgebracht. Auf einem Wagen haben sie das Gotteshaus in Miniaturausführung nachgebaut. Als Fußgruppe dahinter stellen sie eine Kindtaufe nach. Das Motto "Hopfen und Malz, Gott erhalt's", hatte sich der Sportverein auf den Wagen geschrieben. Eine weitere Gruppe verteilte Viez und Äpelschmeer. Kleinkinder saßen in Bollerwagen, ältere fuhren Traktoren und zeigten ihr Wissen von früher. Der längste Wagen war der vom Greverather Boar, auf dem haben die Heddelischgippscha den Eifelsteig samt ihrem Rastplatz mit Brunnen und verschiedenen Trögen nachgebaut.
Begeisterte Gäste


Den Besuchern hat der Umzug sehr gut gefallen. Gisela Schneider und Hedwig Binz sind aus Heidweiler gekommen. "Das ist doch selbstverständlich, dass wir hier sind. Wir Heckenländer halten zusammen", sagt Gisela Schneider schmunzelnd. Elke Krumeich, Beigeordnete des Dorfes, sagt: "Es war wieder sehr schön zu sehen, wie mit den Vorbereitungen zum Fest die Hilfsbereitschaft wuchs und die Dorfgemeinschaft enger zusammengerückt ist." Weiter sagt sie: "Es hat alles gut geklappt, das Wetter war gut. Wir haben 60 Kuchen verkauft und mussten sogar noch Getränke nachordern."
Für sie ist es jetzt wichtig, dass man den Zusammenhalt, der sich im Dorf weiterentwickelt hat, aufrechterhält."Es war ein tolles Fest und wenn wir das darüber hinaus schaffen würden, wäre das für das Dorf ein zusätzlicher Gewinn."
Extra

Foto: Christina Bents (chb) ("TV-Upload Bents"

Das Organisationsteam des Erntedankfestes: Zum Organisationsteam des Festes, die sich seit einem halben Jahr in immer kürzeren Abständen zum Fest getroffen haben gehören: Jürgen Diezen, Marcus Theis, Jürgen Hofer, Hermann Gödert, Ludwig Haubrich, Claudia Gödert, Nicole Junk-Hower und Matthias Marzok. chb

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