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Wittlicher Boxenstop serviert auch Teerdisch und Rouladen

Wettbewerb „Die beste Pommes“ : Imbiss „Boxenstop“ in Wittlich setzt auf selbst gemachte Frikadellen und Tagesgerichte

Eine der ersten Currywurst-Adressen in Wittlich ist der Imbiss ‚Boxenstop’ in der Röntgenstraße. Deshalb haben viele Leser das Imbisslokal zur Teilnahme an unserem Wettbewerb „Die beste Pommes“ nominiert.

Wer zum Frühstück morgens um 7 Uhr in Wittlich nicht nur Rührei und Kaffee wünscht, sondern auch schon Appetit auf eine frisch gebrutzelte Bratwurst hat, der bekommt sie im „Boxenstop“ und im „Boxenstop“. Tatsächlich gibt es in der Stadt Wittlich gleich zwei Imbisslokale mit buchstäblich gleichem Namen. Die Verwirrung rührt daher, dass ehemals beide Betriebe vom gleichen Betreiber gegründet wurden. Doch das ist lange her und mittlerweile haben beide Imbisslokale neue Inhaber.

Nachdem unsere Zeitung zum Start unseres Wettbewerbs „Die beste Pommes“ im „Boxenstop“ in der Belinger Straße in Wengerohr zu Gast war, stellen wir nun den gleichnamigen Imbiss in der Röntgenstraße nahe des Werksgeländes von Ideal Standard vor. Denn beide Imbissbetriebe wurden für den Wettbewerb nominiert.

Im Boxenstop gibt’s schon Bratwurst zum Frühstück

Im Imbiss Boxenstop in der Röntgenstraße beginnt der Tag für Andrea Mittler, die den Gastronomiebetrieb gemeinsam mit ihrem Sohn Marius betreibt, schon morgens um kurz vor 7 Uhr. Wenn der Imbiss dann seine Türen öffnet, bietet die Wittlicherin ihren Kunden ein Wittlicher Breakfast mit belegten Brötchen, Rührei, Kaffee und „Bratwürstchen“. „Lust auf Bratwurst haben morgens schon die Lastwagenfahrer, die nach der Entladung zum Frühstück kommen wie auch Handwerker, die zur Baustelle fahren“, sagt Mittler, die mit ihrem Personal von montags bis freitags von sieben bis 16 Uhr im Boxenstop ihre Kunden bewirtet.

„Wenn die Firmen schließen, schließen wir auch; am Wochenende haben wir zu“, denn der Imbiss lebe hauptsächlich vom Betrieb im Industriegebiet. Der Großteil ihrer Kundschaft bestehe aus Handwerkern, sagt Mittler. „Die kommen von Ideal Standard und aus der ganzen Stadt.“ Ob ihre Kunden Ölfinger hätten oder Schlips tragen würden, sei ihr gleich, „hier wird jeder gleich behandelt“, sagt die 54-jährige Imbissköchin, während sie Frikadellen rollt.

„Man kennt sich und viele meiner Kunden sind auch sehr lustig. Wir lachen viel. Da sind viele Originale dabei. Abends bin ich immer ausgequatscht.“ Aus der Beziehung zu ihren Kunden seien auch schon Freundschaften entstanden, sagt Mittler, die den Imbiss seit Mai 2014 bewirtschaftet. Urlaub mache sie bloß ein paar Tage zwischen Weihnachten und Neujahr, sagt die Mutter von sechs Kindern, die gebürtig aus Wittlich stammt, aber mittlerweile nach Hupperath ausgewandert ist.

Die Nominierung zur Teilnahme an unserem Wettbewerb „Die beste Pommes“ dürfte jedoch nicht nur mit den guten Beziehungen, welche die Mittlers zu ihrer Kundschaft pflegen, sondern auch mit den kulinarischen Qualitäten des Imbisslokals zusammenhängen.

Ein erster Blick auf die Speisekarte verrät, dass der „Boxenstop“ seine Speisen zu günstigen Preisen anbietet. Oder wo bekommt man heutzutage noch eine Currywurst für 2,70 Euro? „Unser Ziel ist es, preiswerte, gute Gerichte anzubieten“, sagt Sohn und Inhaber Marius Mittler. Das Lieblingsgericht vieler Kunden sei nach wie vor die „Currywurst vom Metzger“. Und die wird im „Boxenstop“ traditionell mit einer heißen und „verfeinerten“ Sauce „statt mit kaltem Curryketchup“ serviert.

Der Wittlicher Boxenstop serviert auch Regionales: Teerdisch und Rouladen

Bei der Wurst haben die Kunden die Wahl zwischen weißer Bratwurst und roter Rindswurst, die dem Inhaber selbst am besten schmeckt, „weil sie so würzig ist“. Auf der Speisekarte der Frittenbude stehen viele Imbissklassiker: Neben Frikadellen-, Schnitzel- und Spießbratenbrötchen gibt es auch Hamburger „mit normalen Brötchen“ und selbstgemachten Nudelsalat. Daneben setzen die Mittlers auf frisch gekochte Tagesgerichte, die 5,50 bis sechs Euro kosten. Von Geschnetzeltem mit Spätzle über Schweinegulasch mit Nudeln, Eintopf, Hackbraten mit Bratkartoffeln bis hin zum Sauerbraten mit Klößen und Rotkohl: Bei der Tageskarte orientiere sich der Imbiss hauptsächlich am Geschmack seiner Kunden, sagt Marius Mittler. „Wenn die Kunden uns sagen, sie würden gerne mal dies oder das essen, dann stellen wir uns darauf ein.“ Man könne aber auch nicht mehr bloß „Imbissessen“ anbieten, sagt Mutter Andrea. „Tagesgerichte sind gefragt und neben Fritten muss man auch Reis, Nudeln und Salzkartoffeln anbieten, weil die Leute mehr Abwechslung haben möchten.“ Man könne ja auch nicht jeden Tag Pommes essen, meint die Imbissköchin. Auch die regionale Küche spiele im Boxenstop eine Rolle: Auf der Tageskarte landen Scholes, Teerdisch und mit selbst gemachten Rinderrouladen auch noch Speisen wie aus Großmutters Zeiten.

Zur Qualität des Imbisses sagt der Inhaber: „Das Gesamtpaket muss stimmen. Die Qualität der Ware muss gleichbleibend hoch sein. Man darf nicht schludern.“ Deshalb gebe es im „Boxenstop“ auch keine Tiefkühlpommes, sondern frische Fritten. „Die krümeln nicht und schmecken besser.“ Den Stammkunden  schmeckt es an der Frittenbude in der Röntgenstraße derart gut, dass sie ihren Lieblingsimbiss zur Teilnahme an unserem Wettbewerb „Die beste Pommes“ nominiert haben.

Online-Abstimmung Ob der „Boxenstop“ in der Röntgenstraße der beliebteste Imbiss im Landkreis ist, das entscheiden die Leser unserer Zeitung bei der Online-Abstimmung um „Die beste Pommes“, erst nachdem alle nominierten Imbissbetriebe vorgestellt wurden. Insgesamt 17 Imbissbetriebe wurden nominiert.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Auf eine Currywurst im Imbiss Boxenstop in Wittlich (Röntgenstraße)