Brachen "In der Held" sollen verschwinden

Das Weinschiff ist vom Stapel gelaufen, und im "Bungert" kann schon bald gebaut werden. Die Gemeinde Neumagen-Dhron widmet sich daher nun Projekten wie Umbau und Sanierung der beiden Kindergärten und hoffentlich demnächst auch den Weinbergsbrachen "In der Held".

 Die Sanierung des Kindergartens in Dhron ist nur eines von etlichen Großprojekten, für die die Gemeinde Neumagen-Dhron den Weg bereitet hat. TV-Foto: Ursula Schmieder

Die Sanierung des Kindergartens in Dhron ist nur eines von etlichen Großprojekten, für die die Gemeinde Neumagen-Dhron den Weg bereitet hat. TV-Foto: Ursula Schmieder

Neumagen-Dhron. Die Gemeinde Neumagen-Dhron blickt auf ein außergewöhnliches Jahr 2007 zurück. Mit dem Stapellauf des römischen Weinschiffs hat sich ein Traum erfüllt, der noch vor wenigen Jahren utopisch schien. In der Nähe des Weinschiff-Hafens wurde im Bürgerhaus ein Raum eingerichtet, der den Werdegang des Projektes darstellt, sowie ein Musikvereins-Proberaum. Daneben bringt die Erschließung des Neubaugebietes "Bungert" den Ort einen Riesenschritt voran. Waren Baugrundstücke im Ortsteil Neumagen bisher Mangelware, so stehen dort demnächst mitten im Zentrum 15 zur Auswahl.

Noch nichts getan hat sich hingegen im Dhroner Enschenmühlerweg, der neue Kanal- und Wasserleitungen erhält und ausgebaut wird. Laut Ortsbürgermeister Willi Herres wurde dieser Tage jedoch ein Zuschuss aus dem Investitionsstock bewilligt.

In Geduld üben müssen sich auch die Papiermühlener Kinder. Die aus Sicherheitsgründen demontierten Geräte ihres Spielplatzes hätten schleunigst durch neue ersetzt werden sollen. Doch dann stellte sich her aus, dass genau dort zuvor das Pumpwerk einbaut werden muss für den Anschluss des Ortsteils an die Kläranlage. Daher ist Spielen dort frühestens im Herbst wieder möglich.

Doch auch in Neumagen steht ein Projekt still: die Neuordnung des Weinbergsgeländes "In der Held". Vom Yachthafen aus fällt der Blick auf die vielen Brachen, die nicht die Visitenkarte sind, die sich eine Tourismusgemeinde wünscht. Da Initiativen wie die für den benachbarten "Herzwingert" selten sind, strebt die Gemeinde dort eine Bodenordnung an. Das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Mosel hatte Vorschläge ausarbeiten wollen, was aber wegen personeller Veränderungen bisher nicht geschehen ist. Herres hofft daher, dass sich dort bald etwas tut. "Das Projekt liegt uns sehr am Herzen", verweist er auf bereits geführte Gespräche und Befragungen der Anlieger sowie die schon gestellten Anträge.

Für die Entwicklung der beiden Kindergärten sind die Weichen indes gestellt. Der Neumagener wird für 125 000 Euro kleinkindgerecht umgebaut, der Dhroner in einer noch nicht ermittelten Größenordnung saniert. Laut Herres wird die Gemeinde "einen hohen finanziellen Beitrag" schultern müssen. Die Vereinsarbeit soll darunter aber nicht leiden, wie das Ja zur Umwandlung des Sportplatzes am "Leienhaus" in einen Rasenplatz beweist. Den Ausbau des "Leinpfades" Richtung Dhron-Mündung als Wander- und Radweg hofft die Gemeinde mit Bundesmitteln realisieren zu können. Daneben ist der Bau einer Einsegnungshalle auf dem Friedhof Dhron geplant sowie die weitere Sanierung des Ortskerns Neumagen.

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