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Braune Brühe schwimmt im Meerfelder Maar

Meerfelder Maar : Braune Brühe schwimmt im Meerfelder Maar

TV-Leser beklagt „stinkenden braunen Teppich“ auf der Wasseroberfläche und fragt sich, was mit dem Gewässer passiert ist.

Was ist bloß mit dem Meerfelder Maar passiert? Das fragt sich TV-Leser Harald Hoffmann aus Wittlich. „Vor einigen Tagen habe ich das Meerfelder Maar besucht und dabei mit Entsetzen festgestellt, dass es sich mittlerweile um eine stinkende Brühe handelt“, schreibt Hoffmann, der die TV-Redaktion in diesem Fall um Aufklärung gebeten hat.

Auf der Wasseroberfläche treibe ein fast flächendeckender brauner Teppich, sagt Hoffmann, der extrem nach Gülle stinke. „Niemand konnte oder wollte uns darüber Auskunft geben, was da passiert ist. Vielleicht kann die TV-Redaktion das in Erfahrung bringen und die Öffentlichkeit informieren“, sagt Hoffmann.

Aufklärung Es stinkt und es ist braun und schleimig. Was mag das sein? Handelt es sich bei dem übelriechenden Teppich, der auf dem Maar treibt, vielleicht um Gülle oder Fäkalien? „Nein“, sagt Ortsbürgermeister Günter Weiler. Bei dem braunen Teppich, der auf dem Maar treibe, handele es sich um eine Blaualge. Das könne er mit Gewissheit sagen, da er sich informiert habe, sagt Weiler. „Der Gewässerqualität und den Fischen schadet das nicht.“ Die Messwerte würden regelmäßig kontrolliert, sagt der Ortsbürgermeister. Der Sauerstoffgehalt des Gewässers sei in Ordnung, sagt Weiler, nur der ph-Wert sei leicht erhöht. Die plötzliche Algenblüte sei durch die warme Witterung entstanden. „Im vergangenen Jahr war sie nicht so sichtbar. Da war das Maar glasklar“.

Die Algenblüte sei derzeit jedoch schon im Niedergang begriffen und der braune Teppich von daher dabei abzusinken. Weiler: „Die Algen hatten in diesem Jahr optimale Bedingungen.“ So schlimm wie früher, wie etwa vor 30 Jahren, sei die Algenblüte am Meerfelder Maar jedoch schon lange nicht mehr gewesen, meint Weiler. Das liege auch an dem Düngeverbot für die Landwirtschaft im Umfeld des Maares. „Wir versuchen damit einen Bodengürtel rund um das Maar so karg wie möglich zu halten.“