Breites Interesse an neuer Kelteranlage

Weiperath · Der Heimatverein hat am Wochenende seine neue Kelteranlage vorgeführt. Rund 300 Besucher besichtigten die Apfelpresse und ließen sich anschließend bei herrlichem Herbstwetter noch zu einem Glas Apfelsaft nieder.

Anstoßen mit Apfelsaft: Stephan Reinhard, Herbert Schuh, Manuela Kutz, Agnes Bernard und Andreas Reinhard probieren das Getränk, das in der neuen Kelteranl age in Weiperath erst vor wenigen Minuten aus frischen Äpfeln gepresst wurde. Rund 300 Besucher sind bei warmem Herbstwetter gekommen, um die Apfelpresse zu besichtigen. TV-Foto: Christoph Strouvelle

Weiperath. Der Heimatverein Weiperath hat im ehemaligen Feuerwehrhaus seine neue Kelteranlage vorgestellt. 300 Besucher sind aus Weiperath und den umliegenden Orten gekommen, um sich ein Bild von der Apfelpresse zu machen und anschließend einen Beche frischen Apfelsaft zu trinken.
Die Mitglieder des Heimatvereins waren den ganzen Nachmittag im Einsatz, um zu zeigen, wie die Kelteranlage funktioniert. Erst werden die Früchte geschreddert und anschließend in sechs Schichten unter der Presse gestapelt. Mit einem Druck von 300 Bar presst die alte Kelteranlage dann den Saft aus den kleinen Stücken heraus.
Der Heimatverein hatte die rund zwei Tonnen schwere und 58 Jahre alte Kelteranlage in einer Zeitungsanzeige gefunden und aus Perl an der Mosel nach Weiperath verfrachtet, erzählt Herbert Schuh vom Heimatverein. Die freiwilligen Helfer sind schon seit mehreren Wochen am Pressen, sagt er. "Die Apfelbaumbesitzer aus den umliegenden Orten bringen ihre Äpfel zum Keltern hierher", berichtet Schuh. Ihm schwebt vor, die Kelteranlage in den künftigen Jahren für den Fremdenverkehr zu nutzen. Dafür hat der Heimatverein mit einem großen Anteil an Eigenarbeit sogar eine Toilettenanlage angebaut. "Busse könnten hier anfahren und die Touristen selbst schauen, wie Apfelsaft hergestellt wird", sagt er.
Auch Schulen und Kindergärten will Schuh im nächsten Jahr ansprechen. Die Kinder sollen lernen, dass der Apfelsaft nicht nur aus der Flasche kommt, sondern aus richtigen Äpfeln gemacht wird. Auch ein Kelterfest kann er sich künftig in Weiperath vorstellen. Bei den Besuchern kam die Vorführung gut an. Achim Lobüscher aus Minheim nutzte mit seinen Freunden die letzten warmen Tage für einen Aufenthalt vor dem Kelterhaus. "Im nächsten Jahr bringe ich dann die Äpfel zum Pressen nach Weiperath", kündigte er an. Die Besucher hatten sich auf zahlreichen Bänken niedergelassen zwischen Kelterhaus und Eisenhammer und haben bei sonnigem Herbstwetter Apfelsaft und Apfelkuchen genossen. cst