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Briefe, die ihr Ziel oft nicht erreichten

Briefe, die ihr Ziel oft nicht erreichten

Im Alten Rathaus in Wittlich ist eine Wanderausstellung zum 75. Jahrestag der ersten Deportation jüdischer Menschen aus der Region ins Getto Litzmannstadt eröffnet worden. Die Werke sind bis zum 9. November zu sehen.

Wittlich. "Mögen sich in Wittlich auch junge Menschen für das Schicksal dieser Menschen interessieren." Eindringliche Worte sprach Kuratorin Pascale Eberhard bei der Vernissage der Ausstellung "Der Überlebenskampf jüdischer Deportierter aus Luxemburg und der Trierer Region im Getto Litzmannstadt".
Die Ausstellung, deren Herzstück Briefe der Deportierten sind, ergänzt durch zahlreiche Dokumente und Fotos, ist ab sofort in der städtischen Galerie im Alten Rathaus in Wittlich zu sehen.
Die Ausstellung erinnert an den 75. Jahrestag der ersten Deportation von 518 jüdischen Menschen aus dem besetzten Luxemburg und der Trierer Region ins Getto Litzmannstadt. Sie ist eine Kooperation des Kulturamtes der Stadt Wittlich, des Emil-Frank-Instituts und des Arbeitskreises "Jüdische Gemeinde Wittlich".
Musikalisch begleitet wurde die Vernissage durch den luxemburgischen Cellisten André Mergenthaler, der für seine Interpretation von Maurice Ravels "Bolero" viel Applaus bekam. Zudem sprach René Richtscheid vom Emil-Frank-Institut. Zur Begrüßung hatte der erste städtische Beigeordnete Albert Klein, der Bürgermeister Joachim Rodenkirch vertrat, gesprochen. Klein wies in seiner Rede auch auf den nächsten Termin im Rahmen der Ausstellung hin: Am morgigen Mittwoch, 26. Oktober, 19 Uhr, stellt Wolfgang Schmitt-Kölzer ebenfalls im Alten Rathaus sein neues Buch über die Zwangsarbeit beim Bau der Eifel-Autobahn (1939-1941/42) vor. will
Die Ausstllung ist bis 9. November jeweils von Dienstag bis Samstag, 11 bis 17 Uhr sowie sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet.