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Feuer auf Burg Bruch
„Wir haben riesiges Glück gehabt“

 Ein Brand auf Burg Bruch hat nur verhältnismäßig geringen Schaden angerichtet, derzeit zeugen nur noch die provisorische Dachabdeckung und der angekohlte Schornstein von dem Feuer. Burghund Bautz, der es sich in der Sonne bequem gemacht hat, scheint das nicht zu stören.
Ein Brand auf Burg Bruch hat nur verhältnismäßig geringen Schaden angerichtet, derzeit zeugen nur noch die provisorische Dachabdeckung und der angekohlte Schornstein von dem Feuer. Burghund Bautz, der es sich in der Sonne bequem gemacht hat, scheint das nicht zu stören. FOTO: TV / Petra Willems
Bruch. Dass ein Kaminbrand auf Burg Bruch keine gravierenden Schäden verursacht hat, ist laut Besitzerin Ingrid Förschner vor allem auf eines zurückzuführen:  das schnelle und umsichtige Handeln der Feuerwehren.

Ihr Mann Bernhard hat im Esszimmer von Burg Bruch gesessen und Zeitung gelesen, als es einen lauten Knall gegeben habe, berichtet Ingrid Förschner, die die Burg 1995 gemeinsam mit ihrem Mann gekauft hat, über jenen Freitagnachmittag. Dass dieser Knall Folgen nach sich ziehen könnte, daran hat niemand gedacht. Auch nicht, als kurze Zeit später dicke, dunkle Rauchwolken am Fenster vorbeiziehen. „Wir dachten, dass jemand in der Nachbarschaft ein Feuer angezündet hat“, erzählt Ingrid Förschner.

Doch der Qualm kam aus der Burg, ein Blick auf den Dachboden bestätigte das. Sofort alarmierte Familie Förschner die Feuerwehr. „Und die war dann blitzfix hier“, sagt die Besitzerin der Burg. „Das hat keine zehn Minuten gedauert.“ Als erste waren die Feuerwehrleute aus Bruch selbst vor Ort, andere Wehren seien kurze Zeit später eingetroffen. Schnell hatten die Feuerwehrmänner den Brand unter Kontrolle.

Doch kurz nach dem ersten Alarm folgte ein zweiter, der Kamin brannte erneut. Dieses Mal rückten mehrere Wehren an, auch, weil es in der Erstmeldung hieß, der Dachstuhl brenne. Neben den unzähligen Wehrleuten sei auch die Polizei vor Ort gewesen.

Trotz der vielen Menschen, die in der Burg während des Einsatzes ein- und ausgingen, ist keine Hektik ausgebrochen. Alle hätten ruhig gearbeitet, keiner sei gereizt gewesen, im Gegenteil, alle seien freundlich gewesen. Und: „Die Wehrleute haben hier alles tipptopp hinterlassen.“

Dieser Meinung sei auch der Gutachter ihrer Versicherung gewesen, der sich in der Zwischenzeit den Schaden vor Ort angesehen hat. „Er sagte, so was habe er noch nicht gesehen; eine Brandstelle diesen Ausmaßes, die so ordentlich gelöscht worden sei“, berichtet Ingrid Förschner. Die Feuerwehr habe nicht nur schnell, sondern auch umsichtig und umfassend gearbeitet.

Im Esszimmer selbst sieht man derzeit keine Anzeichen des Brandes mehr, nur den Ofen können die Förschners aktuell nicht benutzten, weil der Kamin saniert werden muss. Äußerlich zeugen der fehlende Teil des Schornsteins und ein mit einer Plane verschlossenes Loch am Dach (Ingrid Förschner: „Der Dachdecker war auch noch am gleichen Tag da.“) von dem Brand. Mit dem durch das Feuer entstandenen Schaden kann Ingrid Förschner sehr gut leben. „Wir haben riesiges Glück gehabt, dass nichts Schlimmeres passiert ist“, sagt sie. Glück, weil sie zu Hause gewesen seien, als das Feuer ausbrach. Und weil es am Tag passiert sei und man den Qualm schnell habe sehen können. Der Brand in der Pariser Kathedrale Notre Dame am Montagabend hat gezeigt, was hätte passieren können. Glück, das Ingrid Förschner und ihr Mann aber vor allem den Feuerwehrleuten und ihrer guten Arbeit verdanken, was beide  nicht müde werden, zu betonen.