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Bündnis klärt über Depression auf

Bündnis klärt über Depression auf

Das Bündnis gegen Depression im Kreis Bernkastel-Wittlich will seit 2010 auf die Krankheit aufmerksam machen und einen neuen Blick auf sie ermöglichen. Ein Ziel ist, das Wissen über Depression in der Bevölkerung zu erweitern. Dazu soll eine Veranstaltung am Mittwoch, 26. November, 17 Uhr, in der Kreisverwaltung beitragen.

Bernkastel-Wittlich. Romy Schneider litt an ihr, Willy Brandt, Torwart Robert Enke, Schauspieler Robin Williams setzten ihrem Leben todtraurig ein Ende: Depression hat viele Gesichter. Die Krankheit wird häufig tabuisiert, wer sie hat, wird stigmatisiert.
Um das zu ändern, gibt es Bündnisse gegen Depression. Im Landkreis existiert seit 2010 eine solche Gruppe aus Menschen, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die gesundheitliche Situation depressiver Menschen zu verbessern, das Wissen über die Krankheit in der Bevölkerung zu erweitern und Suiziden vorzubeugen.
Die Mitglieder treffen sich einmal im Monat. Zudem machen sie mit Aktionen auf die Problematik depressiver Krankheiten aufmerksam, entwickeln Angebote für Betroffene, setzen sich für eine rasche Vermittlung in Behandlung ein. Und ein Anliegen ist es, einen anderen Blick auf das Erscheinungsbild von Depression zu erreichen, um gegen das Stigma der Krankheit anzukämpfen. Dazu dient auch die Vortragsveranstaltung am Mittwoch, 26. November, ab 17 Uhr in der Kreisverwaltung in Wittlich, Kurfürstenstraße.
Dort informieren über Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten bei Depression Dr. Sören Risse, Facharzt für Neurologie aus Traben-Trarbach, und Dr. Michael Lammertink, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Chefarzt im Verbundkrankenhaus Bernkastel/Wittlich. Außerdem wird das Projekt Aufwind vorgestellt. Das ist ein kreisweites Netzwerk Ehrenamtlicher, die psychisch erkrankte Menschen unterstützen. Auf dieses Angebot im Kreishaus wurde bereits mit einer Luftballonaktion zum europäischen Tag der Depression in Wittlich hingewiesen (der TV berichtete). Dazu waren Ballons und Handzettel des Bündnisses verteilt worden.
Die Flyer fassen Informationen und Adressen von Beratungsstellen zusammen. Sie machen Betroffenen und Angehörigen zudem Mut mit Hinweisen wie: "Wichtig: Eine Depression ist weder persönliches Versagen noch unabwendbares Schicksal, sondern eine Erkrankung, die sich in aller Regel gut behandeln lässt."
Neben weiteren öffentlichen Angeboten wie der Auftaktveranstaltung mit dem Journalisten und Schriftsteller Jacques Berndorf alias Michael Preute kurz nach der Gründung des Bündnisses werden Schulungen angeboten, um für das Thema zu sensibilisieren. Bisher haben 14 solcher Schulungen im Bankwesen, in Kitas, Pflegeberufen, Beratungsstellen, Sozialstationen, in Selbsthilfegruppen und Schulen stattgefunden. Damit wurden rund 200 Personen, unter anderem Führungskräfte, erreicht, die ihr neues Wissen weitergeben können. sos
Infos: Bündnis gegen Depression Bernkastel-Wittlich, Telefon 06531/972928, E-Mail Knopp.Christian@caritas-region-trier.de oder Telefon 06571/1472983, E-Mail OHeinz@DRK-Sozialwerk.de und unter
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