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Dorferneuerung
Bürger aus Pantenburg und Starkenburg können sich freuen

 Staatssekretärin Nicole Steingaß (Zweite von links) überreicht die Anerkennungsurkunden  an Christoph Lamberty (Bild links), Ortsbürgermeister von Pantenburg, und Jürgen Spier (Bild rechts), Ortsbürgermeister von Starkenburg.
Staatssekretärin Nicole Steingaß (Zweite von links) überreicht die Anerkennungsurkunden  an Christoph Lamberty (Bild links), Ortsbürgermeister von Pantenburg, und Jürgen Spier (Bild rechts), Ortsbürgermeister von Starkenburg. FOTO: Markus Kuhn
Pantenburg/Starkenburg. Das Land hat die beiden Gemeinden ins Dorferneuerungsprogramm aufgenommen. Die Ortskerne sollen aufgehübscht werden. Von Christian Moeris

Ortskerne überaltern. Viele Gebäude stehen bereits oder bald leer und verfallen. In vielen Dörfern auf dem Land gibt es Handlungsbedarf. Das Land unterstützt die Dörfer finanziell bei ihren Bemühungen, den Ortskern attraktiv und möglichst lebendig zu gestalten. Ebenso wird privaten Bürgern bei der Sanierung und Umnutzung der privaten Bausubstanz finanziell unter die Arme gegriffen, wenn Dörfer in das Förderprogramm des Landes, das seit 2010 läuft, aufgenommen werden. Das ist jetzt Pantenburg in der VG Wittlich-Land und Starkenburg in der VG Traben-Trarbach gelungen. Staatssekretärin Nicole Steingaß überreichte die Anerkennungsurkunden im Schloss Waldthausen an den Ortsbürgermeister der Gemeinde Pantenburg, Christoph Lamberty, und an den  Ortschef der Gemeinde Starkenburg, Jürgen Spier. Für den Landkreis gratulierte der Kreisbeigeordnete Robert Wies.Damit profitieren mit den bereits anerkannten Gemeinden der Vorjahre insgesamt acht Gemeinden im Landkreis Bernkastel-Wittlich von einer Schwerpunktanerkennung. Die Erhaltung lebenswerter und zukunftsfähiger Dörfer im ländlichen Raum ist das Ziel der Dorferneuerung. Das Ortsbild, der unverwechselbare Charakter der Dörfer, wird im Landkreis durch alte Bauern- und Winzerhäuser geprägt. Die Erhaltung, aber auch der Um- und Ausbau dieser wertvollen Bausubstanz und anderer das Ortsbild bestimmender Gebäude wird durch öffentliche Zuschüsse unterstützt.

„Mit der Anerkennung ist eine Art Selbstverpflichtung verbunden, sich der Dorferneuerung im besonderen Maße anzunehmen“, sagte die Staatssekretärin. Schwerpunkte der Dorferneuerung sind struktur- und funktionsverbessernde Maßnahmen, die die Ortskerne stärken,  wiederbeleben und damit die Siedlungs- und Kulturlandschaft der Region erhalten sollen. Dazu zählen auch Maßnahmen, die einer Grundversorgungssicherung und der sozialen Daseinsvorsorge im Dorf dienen.

Pantenburg will die im Zuge der laufenden Dorfmoderation identifizierten strukturellen Mängel und Defizite im Rahmen der Fortschreibung des Dorferneuerungskonzepts angehen. Die bereits bestehende aktive Dorfgemeinschaft soll dabei frühzeitig und umfassend in die Planung  und Realisierung eingebunden werden, um die Leerstandsproblematik anzugehen.

Starkenburg ist geprägt durch die besondere Lage über dem Moseltal auf einem Höhenzug mit einem Panoramablick über das Moseltal, bis weit in die Eifel hinein. Mit fast 7000 Übernachtungen ist der Tourismus für die Gemeinde ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Die weiteren baulichen Entwicklungsmöglichkeiten der Gemeinde sind auf Grund der besonderen topografischen Lage sehr eingeschränkt. Zahlreiche private Gebäude im Ortskern weisen einen hohen Sanierungsbedarf auf. Als Folge und mit Hinblick auf die demografische Entwicklung drohen auf absehbare Zeit Gebäudeleerstände. Auch im öffentlichen Bereich zeichnet sich ein deutlicher Handlungsbedarf, obwohl punktuell in Eigenleistung Freiflächen und Plätze aufgewertet wurden. Die Gemeinde möchte nun diese strukturellen Mängel forciert angehen.

 Foto: Markus Kuhn
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