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Bürger über 60 Jahre werden in Wittlich weiterhin mit AstraZeneca geimpft

Pandemie : Auf das Alter kommt es an: Anderer Impfstoff allein für Bürger unter 60 Jahre

Bürger über 60 Jahre werden weiterhin mit AstraZeneca geimpft. In Wittlich wurde am Ostermontag erstmals wieder dieser Wirkstoff verabreicht.

Nach der TV-Berichterstattung vom 1. April zum Thema Schnelltests und Impfungen über Ostern im Landkreis meldeten sich zwei TV-Leserinnen bei der Lokalredaktion Wittlich. Im TV-Bericht war zu lesen, dass Bürgern nach Stornierung ihres AstraZeneca-Impftermins ein neuer Impftermin mit einem anderen Impfstoff angeboten werde. Die TV-Leserinnen erklärten dagegen, es sei ihnen nicht möglich gewesen, sich nach der Stornierung ihres AstraZeneca-Impftermins mit einem bestimmten Vakzin für die Impfung zu einem neuen Termin registrieren zu lassen, und damit haben die TV-Leserinnen recht.

Denn die Aussage der Kreisverwaltung, dass man nach Stornierung des AstraZeneca-Impftermins einen neuen Impftermin mit einem anderen Impfstoff angeboten bekomme, trifft nur auf einen Teil der Bevölkerung zu. Dabei kommt es auf das Lebensalter an: Bürger unter 60 Jahren, deren Impftermine vom Land automatisch storniert wurden, sollen einen neuen Termin mit einem anderen Impfstoff angeboten bekommen, erklärt die Kreisverwaltung. Der Grund: Rheinland-Pfalz hat sich wie alle anderen Bundesländer der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) angeschlossen, dass nur noch Menschen, die älter als 60 Jahre sind, mit AstraZeneca geimpft werden sollen.

Impfungen von Personen ab 60 Jahren bleiben gemäß den Empfehlungen der Stiko davon unberührt. Dass die Stiko eine eingeschränkte Nutzung des Impfstoffs in der Gruppe unter 60 Jahren empfiehlt, heißt im Umkehrschluss eben auch, so das Landesgesundheitsministerium, dass er in der Gruppe ab 60 Jahren uneingeschränkt genutzt werden könne.

Nach dem bundesweiten Impfstopp für AstraZeneca vom 15. März wurde am Ostermontag im Wittlicher Impfzentrum erstmals wieder der Wirkstoff dieses Herstellers gespritzt: Rund 400 Impftermine waren für Montag vereinbart. Doch rund zehn Prozent der Bürger, also 40 Personen, hätten von ihrem Stornierungsrecht Gebrauch gemacht und seien „vermutlich aufgrund des Impfstoffes“ nicht zum Termin erschienen, so die Kreisverwaltung. Diese Ausfallquote, so die Verwaltung, sei jedoch nicht als sonderlich hoch zu betrachten. An den restlichen Tagen dieser Woche werde mit rund 380 Impfungen pro Tag dagegen nur noch der Wirkstoff von Biontech/Pfizer verabreicht.