Bürger verärgert über rücksichtslose Pendler

Bürger verärgert über rücksichtslose Pendler

Anwohner in Monzelfeld fühlen sich durch Autofahrer, die trotz der Sperrschilder durch Wohnstraßen in Richtung Bernkastel fahren, gefährdet. Bürgermeister Zanders erwägt bereits Polizeikontrollen. Trotz des frühen Wintereinbruchs können die Straßenbauarbeiten wie geplant bis Mitte 2011 fertiggestellt werden.

Monzelfeld. Die Monzelfelder Ortsdurchfahrt vom Hunsrück nach Bernkastel-Kues ist gesperrt. Einigen Autofahrern scheint dies jedoch egal zu sein. Bürgermeister Johannes Zanders berichtet von zahlreichen Beschwerden seiner Bürger, die sich über zunehmenden Verkehr in den Wohnstraßen beklagen.

"Viele Pendler sind einfach rücksichtslos", sagt Zanders. Trotz der Sperrschilder würden sie durch die Wohnstraßen des Ortes fahren, um sich einen Weg Richtung Bernkastel zu suchen. Der Bürgermeister kann das nicht nachvollziehen. "Mit den Strecken über Longkamp und Mülheim bestehen doch zwei sehr gute Alternativen."

Ortsstraßen nicht für starken Verkehr ausgelegt



Die Umleitungsstrecke durch den Ort sei nur für Schulbusse sowie Anwohner vorgesehen, da die Straßen für stärkeren Verkehr nicht ausgelegt sind. Dabei hatte es laut Zanders schon Probleme gegeben. "Durch den vielen Schnee in den letzten Wochen waren die Straßen schon sehr eng. Und wenn dann noch mehrere Autos entgegenkommen, haben die Busse Probleme." Der Bürgermeister wird von Anwohnern, die sich belästigt und gefährdet fühlen, bereits nach polizeilicher Hilfe gefragt. Zanders ist diesem Vorschlag gegenüber nicht abgeneigt: "Wenn noch mehr Beschwerden kommen, fordere ich Polizeikontrollen an."

Der Ausbau der Monzelfelder Ortsdurchfahrt ist trotz des frühen Wintereinbruchs immer noch im Zeitplan. Michael Bartnick vom Landesbetrieb Mobilität teilt mit, dass das angekündigte Ziel, die Straßenbauarbeiten bis Mitte 2011 fertigzustellen, nach wie vor realistisch ist. Allerdings sei eine genaue Prognose für die Fertigstellung verfrüht, da man nicht wisse, ob der Winter nach dem jüngsten Wärmeeinbruch noch mal verschärft zurückschlage.

Wegen des kalten Wetters im Dezember mussten die Straßenbaufirmen ihre Arbeiten drei Wochen früher als üblich einstellen. Der Bauabschnitt eins, der ab der Kreuzung K93/K94 Richtung Mülheim führt, sei bis auf die oberste Asphaltschicht sowie kleinere Restarbeiten fertiggestellt, sagt Bartnick.

Im zweiten Bauabschnitt von der gleichen Kreuzung in Richtung Bernkastel konnte die unterste Asphaltschicht aufgrund des frühen Winterbeginns nicht wie geplant aufgetragen werden. Dies müssen die Bauarbeiter bei milderem Wetter nachholen. Bartnick schätzt, dass die Restarbeiten, um den Bauabschnitt fertigzustellen, drei bis vier Wochen dauern. Danach werde man mit dem dritten Bauabschnitt beginnen, der von der Kreuzung K93/94 Richtung Gonzerath führt. Allerdings sind laut Bartnick geeignete Witterungsverhältnisse vonnöten, um die Arbeiten fortsetzen zu können. "Mit einigen angekündigten Tagen mit Plusgraden ist es nicht getan."