Bürger wollen mit vielen guten Ideen den Ort aufwerten

Bürger wollen mit vielen guten Ideen den Ort aufwerten

"Reil auf die Zukunft ausrichten und mit allen Bewohnern lebenswert erhalten" heißt das Ziel der jetzt beginnenden Dorfmoderation in Reil. Erfreulich, dass über 100 Bewohner des Moselortes in den Rathaussaal gekommen waren, um die Auftaktversammlung der Dorfmoderation mitzuerleben.

Reil. Ortsbürgermeister Artur Greis zeigte sich erfreut über das große Interesse der Bevölkerung, gemeinsam mit den Dorfplanern und Dorfmoderatoren die Zukunft ihres Heimortes mitzugestalten. Der Gemeinderat hatte die Dorfmoderation im Februar 2010 beschlossen.
Hauptgründe sah der Rat in erster Linie darin, dass der starke Strukturwandel und die demografische Entwicklung in den kommenden Jahre für Reil große Veränderungen mit sich bringen wird. Gemeinsam mit allen Bürgern soll die Dorfmoderation dazu beitragen, den Weinort Reil in Zukunft als lebenswert zu erhalten.
Nach Greis\' einleitenden Worten unterhielten die beiden Reiler Vereine, der Männergesangverein Cäcilia und der Musikverein Reil die Anwesenden mit gekonnten Musikdarbietungen, ehe der Diplom-Geograf Thomas Zellmer von der Firma Land-Stadt-plus die Moderation für den Abend übernahm. Als erste Maßnahme erarbeitete die Versammlung Themen, die Grundlage der Dorfmoderation sind und verwirklicht werden sollen: Ortsbild, Tourismus, Weinbau-Vereine, Senioren, Kinder und Jugend, Älter werden im Ort oder die Erhaltung des Ortskerns.
In einem zweiten Schritt sollten die Reiler ihre Wünsche und Meinungen äußern. So regte Irmgard Kampick an, eine Wassertretanlage zu bauen. Der Gemeinde fehle außerdem ein Denkmal. Helga Burg gab zu bedenken, dass viele Maßnahmen den Gemeindehaushalt belasten könnten. Fritz Kaßner wollte wissen, wie sich die Dorfmoderation zu kritischen Fragen des Weinbaues stellt. Im weiteren Verlauf der Versammlung wurden die Stärken und Schwächen von Reil erarbeitet, letztere bilden die Grundlage der zu installierenden Arbeitskreise.
Stärken und Schwächen


An Stärken nannte die Versammlung etwa ein vorbildliches Dorfleben, ein reges Vereinsleben, den Weinbau, die Wanderwege, das Ortsbild, die Kita, die Grundschule, die Grundversorgung mit Gastronomiebetrieben und Einkaufsmöglichkeiten für Lebensmittel oder das Wohnen im Grünen. Als Schwächen wurden die Parkplatzsituation, der Schwerlastverkehr, die Sauberkeit einzelner Wirtschaftswege, fehlende Treffpunkte, wenig Arbeitsplätze und das Verfallen von Häusern genannt.
Auf der Grundlage dieser Ergebnisse wurden die drei Arbeitskreise Ortsbild und Verkehr, Miteinander und Tourismus gegründet. Bereits im September wollen die Arbeitsgruppen ihre Arbeit aufnehmen. khg

Mehr von Volksfreund