Bürger wollen selbst mähen

Die von der Gemeinde Morbach für dieses Jahr verordnete Reduzierung freiwilliger Ausgaben um 30 Prozent in den Ortsbezirken ist mitunter nur mit Muskelkraft zu erfüllen. So sollen in Heinzerath die Grünstreifen in Eigenleistung gemäht werden.

Heinzerath. (urs) Heinzerather Bürger krempeln nicht nur, wie mehrfach berichtet, für ihr Gemeindehaus die Ärmel hoch. In den kommenden Wochen wollen sie auch gemeinsam ausschwärmen, um Pflegearbeiten in freier Natur in Eigenleistung zu übernehmen.

Ortsvorsteher Friedhelm Schlarp hat in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates darüber informiert, dass die Arbeiten in diesem Jahr weniger gründlich ausfallen müssten. Hintergrund sei die von der Gemeinde Morbach auferlegte Reduzierung der freiwilligen Ausgaben um 30 Prozent. "Das ist viel Geld", bat Schlarp um Verständnis. Allerdings hatten Mitglieder des Ortsbeirates prompt eine Alternative parat. Möglicherweise ließe sich mit einem freiwilligen Einsatz das Ganze doch noch in den Griff bekommen, schlug Edwin Hartmann vor. Da seine Ratskollegen das ebenso sehen, wird Schlarp in einigen Wochen einen Termin für den ehrenamtlichen Einsatz anberaumen. Das jährlich mit etwa 1800 Euro gefüllte Budget für Grünpflegearbeiten war laut Schlarp durch die Reparatur eines Wirtschaftsweges im vorigen Jahr ins Minus geraten. Die Ausgaben-Straffung um 30 Prozent traf den Ort daher zu einer ungünstigen Zeit.

Schlarps Vorschlag war, Grünstreifen entlang von Kreisstraßen und seitlich eines befestigten Wirtschaftsweges nur grob zu fräsen. Auf das in Handarbeit erforderliche Mähen zwischen dort wachsenden Sträuchern wollte er verzichten.

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