Bürgerinitiative: Militärflüge nehmen zu

Bürgerinitiative: Militärflüge nehmen zu

Nicht nachvollziehen kann die Hahn GmbH Aussagen der Bürgerinitiative gegen den Nachtflughafen zur gestiegenen Zahl von Militärflügen.

Hahn. (red) Die Militärflüge vom Flughafen Hahn für die amerikanischen Truppen im Nahen Osten haben in den vergangenen Monaten massiv zugenommen. Das behauptet die Bürgerinitiative gegen den Nachtflughafen Hahn auf ihrer Internetseite. Die Rede ist von mehreren hundert Maschinen, die im laufenden Jahr auf dem Hahn gelandet sein sollen. Was die Bürgerinitiative zusätzlich ärgert: Bei den Flugzeugen handele es sich meist um veraltete Maschinen, die für eine hohe Lärmbelastung sorgen - vor allem nachts. Die Bürgerinitiative fordert deshalb, die Nachschubtransporte über den Hunsrück-Airport umgehend einzustellen. Zu einer Stellungnahme war der BI-Vorsitzende Manfred Schumacher indes nicht bereit.Ein Verbot ist nach Angaben der Flughafen Hahn GmbH gar nicht möglich. "Wir sind verpflichtet, jeden landen zu lassen", erklärt Pressesprecherin Maria Horbert. Das sei gesetzlich so vorgeschrieben. "Die Maschinen sind zivile Frachtflugzeuge", betont Maria Horbert. Abgefertigt werden sie nach Angaben der Hahn-Pressesprecherin aber nicht: "Das sind nur Zwischenstopps zum Tanken." Dass die Fluggesellschaften für das amerikanische Militär arbeiten, will Maria Horbert nicht bestätigen. "Das sind die Schlussfolgerungen der Bürgerinitiative." Auch was die Anzahl der Flüge angeht, kann die Hahn GmbH die BI-Informationen nicht nachvollziehen. "Ich weiß nicht, wo sie ihre Zahlen herhaben", so die Unternehmenssprecherin. "Wir erfahren nicht, welche Fracht die Maschinen geladen haben." Die Airport-Gesellschaft werde nur über die Tonnage informiert. Zudem werde darauf hingewiesen, wenn Gefahrgut an Bord sei - explosive oder leicht entzündbare Stoffe beispielsweise. Den Vorwurf der Hahn-Gegner, die Flüge würden der Region wirtschaftlich nicht nutzen, weist Horbert ebenfalls entschieden zurück. "Sie tragen mit zu unserem Umsatz bei und sichern somit Arbeitsplätze."

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