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Bundespräsident würdigt engagierte Fußballer

Bundespräsident würdigt engagierte Fußballer

Mit dabei als einzige Partnerschafts-Organisation aus dem Landkreis beim Landes-Ruandatag in Neuwied waren die Fußballer aus dem Spielkreis Mosel. Bundespräsident Horst Köhler würdigte dort mit seinem Besuch das jahrzehntelange Engagement der rheinland-pälzischen Initiativen für das afrikanische Land.

Neuwied/Wittlich. (red) "Wirtschaft - Energie - Umwelt, eine Chance für Ruanda & Rheinland-Pfalz" lautete diesmal das Motto des jährlich wiederkehrenden Ruanda-Tages des Landes Rheinland-Pfalz.

Aus dem Landkreis Bernkastel-Wittlich waren die Fußballer vertreten. Deren Organisatoren Alois Stroh und Klaus Schmitz zeigten an einem Info-Stand die Entwicklung ihrer seit 1991 gelebten Partnerschaft mit dem Heim "Inshuti Zacu" in Afrika. Dort werden von christlichen Schwestern 35 behinderten Kinder betreut. "Sie haben heute alle Paten. Eine Heimpatenschaft sichert die Ernährung und medizinische Betreuung der Kinder", erklärt Alois Stroh. Aktuelles Projekt war zuletzt die Wasserversorgung, die es jetzt ermöglicht, in den Regenzeiten mit einem Auffangsystem die Versorgung in den Trockenzeiten zu sichern. "Seit 1991 haben wir Dank der vielen Aktivitäten unterschiedlicher Vereine und den Einzelpaten viel in Kigali bewegt. Inshuti Zacu wird von der dortigen Regierung heute als Vorzeigeprojekt gehandelt", sagt Schmitz.

Einer der Besucher beim Landes-Ruandatag war Bundespräsident Horst Köhler. Er würdigte in seiner Festrede das Engagement in der Patenschaft des Landes Rheinland-Pfalz. Köhler forderte außerdem dazu auf, die Hilfe nicht als Einbahnstraße zu sehen, sondern darüber hinaus ein "gelebtes Miteinander" zu suchen.

Die Staatssekretärin Christine Nyatanyi wies auf die vielen Projekte in den Bereichen der Bildung hin, die im direkten Kontakt ausgebaut werden könnten. Ministerpräsident Kurt Beck erinnerte an die Eröffnung der größten Solaranlage in Ruanda im vergangenen Jahr und bat die Wirtschaft, in diesem Bereich weiter aktiv zu sein. Die dort reichlich vorhandene Sonnenenergie müsse eingefangen und genutzt werden. Alois Stroh und Klaus Schmitz hoffen auch weiterhin auf rege Unterstützung für ihr Patenkinderheim in Afrika.

Weitere Informationen gibt es unter www.fv-rheinland.de