Bundestagskandidaten in der BBS Wittlich: Wahlkampf in der Schule

Bundestagskandidaten in der BBS Wittlich: Wahlkampf in der Schule

Politikverdrossenheit? - Fehlanzeige! Die Jugend macht sich fit für die anstehenden Wahlen. Die Schüler der Berufsbildenen Schule befragten die Bundestagskandidaten.

Pünktlich zum Läuten der Schulglocke ging es in der Aula der Berufsbildenden Schule los. Die vier Direktkandidaten aus dem Wahlkreis 202 Patrick Schnieder (CDU), Jens Paul (SPD), Jürgen Krämer (FDP) und Katharina Penkert (Linke), setzten sich mit Dietmar Johnen, Grüne, an einen Tisch. Kandidatin Beate Härig-Dickersbach (AfD) war verhindert.

Fünf Schüler der Schülerzeitung hatten im Rahmen der Projektwoche eine Podiumsdiskussion mit den Bundestagskandidaten organsiert. Unter Leitung der Lehrer Peter Jung und Karl-Wilhelm Koch entwickelten die engagierten Schüler eigenständig Themenkomplexe mit den passenden Fragen.
Nachdem sich die Politiker kurz vorstellten, moderierte Karl-Wilhelm Koch die Diskussionsrunde. Im ersten Teil wurden die Felder Renten- und Sozialpolitik, Bildungspolitik, Einwanderungspolitik sowie Innere und Äußere Sicherheit thematisiert. Zu jedem der Themengebiete hatte jeder Vertreter die Möglichkeit, in jeweils einer Minute sein Programm diesbezüglich vorzustellen. Im Anschluss folgte die Diskussionszeit anhand der vorbereiteten Fragen, ohne weitere Zwischenmeldungen aus dem Publikum. Dabei ging es engagiert zur Sache. Die Reihenfolge der Redner wurde zu Beginn ausgelost.

Im zweiten Teil kamen dann auch die Schüler zu Wort. Die rund einhundert anwesenden Schüler hatten die Möglichkeit, eigene Fragen an die Vertreter der Parteien zu stellen. Diese mussten nicht zu den gewählten Fragenkomplexen passen.

So kam unter anderem zusätzlich Diskussionsbedarf zu konkreten Themen wie dem fehlendem politischen Nachwuchs oder dem Grenzabkommen mit der Türkei auf. Auffällig war allerdings, dass einige Anwesende noch nicht die Volljährigkeit erreicht haben und somit nicht wahlberechtigt sind. Der 13. Jahrgang, mit einer höheren Anzahl von potenziellen Wählern, hatte keine Möglichkeit an der Veranstaltung teilzunehmen. Diese Tatsache ärgerte einige Schüler, sodass sie auch untereinander diskutierten. Offizielle Stellungnahme: Die Schulleitung ordnete diese Entscheidung an, aus Sorge um zu viel Unterrichtsausfall.

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