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Burgbergtunnel: Freie Fahrt ab Montag

Kostenpflichtiger Inhalt: Arbeiten abgeschlossen : Freie Fahrt im Burgbergtunnel ab Montag

Die Bauarbeiten an der Fluchtröhre sind weitgehend abgeschlossen. Im Laufe des Tages soll der Tunnel wieder befahrbar sein.

(red/will) Nach rund 20 Monaten Bauzeit ist es an diesem Montag so weit: Der Burgbergtunnel Bernkastel-Kues werde im Laufe des Tages, voraussichtlich gegen 12 Uhr, wieder uneingeschränkt dem Verkehr zur Verfügung stehen, wie der Landesbetrieb Mobilität Trier mitteilt.

Nachdem alle Tests erfolgreich abgeschlossen wurden, könnten die Autofahrer den Burgbergtunnel wieder wie gewohnt nutzen. Damit werden insbesondere die Wege vom Hunsrück nach Bernkastel-Kues wieder umleitungsfrei möglich sein.

Zuletzt waren noch Verzögerungen der Fertigstellung wegen der Corona-Pandemie zu beklagen. Mitarbeiter der ausführenden Firmen hätten wegen der Krise Reisebeschränkungen gehabt und seien deshalb nicht immer zeitgerecht verfügbar gewesen, teilt der LBM mit.

Ausstehende Lieferungen von elektronischen Bauteilen aus Fernost würden zudem dazu führen, dass Restarbeiten – ohne Beeinflussung des Verkehrs – in den kommenden Wochen noch ausgeführt werden müssten. In diesem Zusammenhang würden dann auch die alten Lüfteranlagen demontiert, die in einer stundenweisen Sperrung des Tunnels und außerhalb der Verkehrsspitzen erledigt werden können. Der Bau der Fluchtröhre und die verbesserten Brandschutzmaßnahmen im Tunnel wurden durch die europaweite Verschärfung der Sicherheitsanforderungen an Straßentunnel erforderlich. Nach schweren Brandkatastrophen in Tunneln Ende der 1990er Jahre hatte der Gesetzgeber gefordert, die Brandrisiken in Tunneln zu reduzieren und die Rettungsmöglichkeiten zu verbessern. Zur deutlichen Verkürzung der Fluchtwege im Brandfall wurden zwei Notausgänge in der Hauptröhre gebaut, die über einen neu errichteten Fluchtstollen nach außen führen.

Gleichzeitig wurden die technischen Einrichtungen zur Eigen- und Fremdrettung, zur Branddetektion und zur Brandbekämpfung verbessert, so dass das Sicherheitsniveau des Burgbergtunnels auf einen modernen Standard gebracht werden konnte. Dabei darf nicht vernachlässigt werden, dass die technische Ausrüstung des Burgbergtunnels nach mehr als 23 Jahren veraltet und auch ohne den Fluchtstollen nicht mehr zeitgemäß war.

Baulastträger ist der Landkreis Bernkastel-Wittlich. Die Baukosten der Nachrüstung belaufen sich auf rund 9,5 Millionen Euro, die vom Land mit 88 Prozent gefördert werden. Ursprünglich waren 6,8 Millionen Euro veranschlagt.

Unter anderem die Verwechslung von Quadrat- und Kubikmetern in der Ausschreibung hatte die Kosten allerdings in die Höhe getrieben (der TV berichtete).