1. Region
  2. Mosel, Wittlich & Hunsrück

Burgbergtunnel in Bernkastel-Kues ab Freitag wieder gesperrt

Verkehr : Burgbergtunnel in Bernkastel-Kues ab Freitag wieder gesperrt

Voraussichtlich bis Gründonnerstag 2020 wird der Verkehr in Bernkastel-Kues umgeleitet.

Der Burgbergtunnel in Bernkastel-Kues muss nach dem Bau der Fluchtröhre erneut für fünf Monate geschlossen werden. Denn jetzt steht in beiden Röhren die Installation der Betriebs- und Verkehrstechnik an, die wegen der hochfrequentierten touristischen Monate extra auf die Wintermonate verschoben wurde.

Laut Landesbetrieb Mobilität in Trier sollen die überwiegend elektrischen Arbeiten bis spätestens Gründonnerstag des kommenden Jahres abgeschlossen werden, so dass zum Saisonstart der Tunnel wieder offen sein soll.

Die Umleitungsstrecken werden genau wie im Frühjahr eingerichtet, um keine Irritationen bei den Verkehrsteilnehmern zu verursachen. Eine Zufahrt nach Bernkastel-Kues vom Hunsrück aus ist ausschließlich über die L 58 und den Blockhauskreisel, an Monzelfeld vorbei nach Mülheim über die B 53 möglich. Die Umleitung über Traben-Trarbach ist nach wie vor wegen der Sperrung der Schottstraße Richtung Irmenach nicht möglich. Die Zufahrt zur Burg Landshut erfolgt nur über die Altstadt Bernkastel: über die Grabenstraße, Hinterm Graben zur Burgstraße. Von dort aus gelangt man am Tunnel vorbei zur Burg Landshut.

Die Installation der Polleranlagen am Marktplatz soll bis zur Tunnelsperrung abgeschlossen sein. Die Stadt weist ausdrücklich darauf hin, dass die Anlage erst dann in Betrieb genommen wird, das heißt die Poller werden erst dann hochgefahren, wenn die Vorgehensweise für die Durchfahrt abschließend geklärt ist.

Erst kürzlich war bekannt geworden, dass der Bau der Fluchtröhre abermals teurer wird. Grund dafür ist dieses Mal die Verwechslung von Quadrat- und Kubikmetern in der Ausschreibung, die erst kürzlich aufgefallen war. Insgesamt soll das Projekt jetzt 9,25 Millionen Euro kosten.

Erst im Februar hatte Landrat Gregor Eibes im Kreisausschuss bekanntgegeben, dass der Bau der Fluchtröhre um rund 1,2 Millionen Euro teurer und das Projekt auf 7,9 bis 8,0 Millionen Euro taxiert werde. Die Kostenexplosion hatte mehrere Gründe. Zum einen lagen die Ausschreibungsergebnisse für den Rohbau höher als geschätzt, zum anderen war das Gestein laut LBM „schwieriger“ als ermittelt. Das bedeutet, dass teurere Verfahren angewendet werden müssen.

Hinzu kamen Mehrkosten für die Betriebstechnik des bestehenden Verkehrstunnels.