Burgener kämpfen weiter um Kunstrasen

Burgener kämpfen weiter um Kunstrasen

Wer kommt zuerst in den Genuss eines Kunstrasen-Sportplatzes - Burgen oder Zeltingen-Rachtig? Die Entscheidung des Kreises wird erst 2010 fallen.

Burgen. Normalerweise wird im November oder Dezember auf Kreisebene über die Prioritätenliste für den Sportstättenbau des Folgejahres entschieden. Dies ist 2009 noch nicht geschehen. "Es gibt noch offene Fragen in Bezug auf andere Sportstätten", erläutert Alfons Kuhnen, Pressesprecher der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich.

Üblicherweise folgen die Kreis-Gremien (Sportstättenbeirat, Jugendhilfeausschuss, Kreisausschuss) der Reihenfolge der vorher eingereichten Liste aus den Verbandsgemeinden. Die sahen für 2009 und sehen für 2010 bei der VG Bernkastel-Kues so aus, dass der Burgener Wunsch nach einem Kunstrasen-Sportplatz auf Rang eins steht und ein Kunstrasenplatz in Zeltingen-Rachtig auf Platz zwei.

Bei der Entscheidung auf Kreisebene landete Zeltingen-Rachtig im November 2008 aber vor Burgen. Die Begründung: In Burgen werde die erforderliche Nutzungsintensität (1800 Stunden pro Jahr) nicht erreicht. Außerdem liege der Kunstrasenplatz in Mülheim nur wenige Kilometer entfernt (der TV berichtete).

Die Burgener pochen aber weiter darauf, auf der Prioritätenliste des Kreises vor Zeltingen-Rachtig zu stehen. "Wir werden kämpfen", kündigte Ortsbürgermeister Reinhard Grasnick im Gemeinderat an. Die Befürworter hoffen, dass Burgen fester Standort für ein Fußballcamp wird. Das könnte eine höhere Förderung durch das Land mit sich bringen. Das Land, so Grasnick, warte aber auf die neue Prioritätenliste.

Da der Kreis zehn Prozent zu dem auf 520 000 Euro veranschlagten Projekt beisteuern würde, käme auf die Gemeinde ein Eigenanteil von etwa 200 000 Euro zu. Mit Eigeninitiative und der Hilfe des eigens gegründeten Fördervereins soll die Belastung, auch bei der Platzpflege, weiter gemindert werden.