CDU will Kaienburg als Stadthallen-Standort
Die "Stadthalle" hat es wieder als Projekt in den Haushalt geschafft. Zwar nicht wie zunächst von der CDU gefordert als 100 000 Euro-Posten im Haushalt 2008, aber als 50 000 Euro "Anschubfinanzierung" bei den Investitionen für 2009, was der Bürgermeister anregte. CDU und FDP schlossen sich dem mit 16 Stimmen an. 13 Gegenstimmen kamen von SPD, Grünen, FWG.
Wittlich. Seit Jahrzehnten steht eine Stadthalle auf der Wittlicher Wunschliste. Nach den gescheiterten Vorplanungen, verschiedenen Standortdiskussionen, Fachausschüssen Stadthalle und ähnlichen erfolglosen Bemühungen der Vergangenheit war der Posten "Stadthalle" erstmals im Haushalt für 2006 sang- und klanglos verschwunden. Jetzt wurde er durch die CDU mit Zustimmung der FDP wiederbelebt. Als Standort schlägt die CDU die Wittlicher Kaienburg vor. Das mittlerweile geschlossene Restaurant nahe dem Marktplatz, das jahrzehntelang auch einen Saal für Veranstaltungen für Konzerte oder Kappensitzungen vorhielt, hält die Fraktion für einen passenden Standort, nachdem Karrstraße und Oberstadtgrundstück nun anderweitig verplant sind. CDU-Fraktionsvorsitzender Theodor Brock hat dazu im Antrag formuliert: "Auch wenn eine Reihe von Planungsansätzen für die Stadthalle scheiterten, will die CDU am Ziel, der Bürgerschaft einen Saalbau, der der Bedeutung der Kreisstadt Wittlich entspricht, zur Verfügung zu stellen, festhalten." Die SPD sagte, man habe in der Vergangenheit unter Stadträten mit CDU-Mehrheit und CDU-Bürgermeistern schon ergebnislos für die Idee Stadthalle 1 138 073 Euro "in den Sand gesetzt". Zudem habe die CDU auf einem Beschlussvorschlag in der Ratssitzung vom 9. Juni 2005 den Satz, der Stadtrat halte nach wie vor am Bau einer Stadthalle fest, streichen lassen. Seither sei auch der Stadthallen-Ausschuss "sanft entschlafen". Elfriede Meurer (CDU) wies als "völlig falsch" zurück, die CDU habe sich 2005 mit der Streichung des Satzes von der Stadthalle verabschieden wollen, die sie für selbstverständlich erstrebenswert halte. Bürgermeister Ralf Bußmer sagte: "Der Wunsch nach einer Stadthalle besteht nach wie vor und wird deutlich an mich herangetragen", andererseits werde man 2008 "mit höchster Sicherheit nicht dazu kommen", sich der Stadthalle anzunehmen. Er empfahl, 50 000 Euro für das Vorhaben in die Finanzplanung für das Jahr 2009 zu legen. Er sagte: "Ich halte das für einen gangbaren Weg, der allen Seiten das Gesicht wahrt." Der Weg fand Zustimmung der Mehrheit mit CDU und FDP. Schreiben Sie uns Ihre Meinung. Ihre Zuschrift sollte maximal 30 Zeilen à 30 Anschläge lang sein und bis Sonntag, 14 Uhr, vorliegen. E-Mail: mosel@volksfreund.de