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Champion der Erneuerbaren Energien

Champion der Erneuerbaren Energien

Der Rhein-Hunsrück-Kreis wurde als Europäischer Champion für Erneuerbare Energien ausgezeichnet. Der Kreis belegte in der Kategorie Mittelgroße Kommunen den zweiten Platz und gehört damit innerhalb Europas zur Champions League Erneuerbare Energien, teilt das Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung mit.

Simmern. Wirtschaftsministerin Eveline Lemke gratuliert dem Rhein-Hunsrück-Kreis für seine jüngste Auszeichnung. Der Kreis wird Europäischer Champion und belegt in der Kategorie Mittelgroße Kommunen den zweiten Platz. Ministerin Lemke sagt: "Der Rhein-Hunsrück-Kreis ist ein tolles Vorbild für die Energiewende in Bürgerhand. Ich freue mich, dass das Engagement mit der Auszeichnung zum Champion für Erneuerbare Energien jetzt gewürdigt wird." In der Kreisverwaltung in Simmern freut man sich: "Nach dem Gewinn des europäischen Solarpreises im Jahr 2011 folgte nun die nächste hohe internationale Auszeichnung."
Bereits 1999 etablierte der Kreis ein Energie-Monitoring für kreiseigene Gebäude. Seit 2002 wurde Schritt für Schritt auf Versorgung durch Erneuerbare Energien umgestellt. 33 Gebäude werden mit Holzhackschnitzelanlagen beheizt. Im Kreis sind bereits zehn Bionahwärmenetze in Betrieb, weitere sieben in Planung. Der Erfolg basiere laut Kreis auf zahlreichen pioniermäßig entwickelten Vorzeigeprojekten privater, gewerblicher und öffentlicher Akteure.
Landrat Bertram Fleck freut sich daher, dass stellvertretend für alle Akteure im Kreis Werner Berg und Gerd Schreiner die Auszeichnung gemeinsam mit ihm in Empfang genommen haben. Werner Berg ist Ideengeber der ersten Solargenossenschaft "HunsrückSonne" im Jahr 2008, des ersten Solarkatasters im Bundesland Rheinland-Pfalz im Jahr 2010 sowie der ersten flächendeckenden Sanierungskampagne im Landkreis "Kastellaun erneuert" im Jahr 2014.
Der Bürgermeister von Oberkostenz Gerd Schreiner setzt seit Jahren die Einnahmen aus der Windkraft für seine Bürger ein und hat zusammen mit Gleichgesinnten eine Energiegenossenschaft gegründet und einen Nahwärmeverbund für seinen Ort verwirklicht.
Die Jury, die den Preis vergab, setzte sich zusammen aus Energieexperten, Netzwerken, Nicht-Regierungs-Organisationen und Journalisten aus zehn Nationen. Nach der ersten europaweiten Finalrunde führte der Kreis die Wertung noch an und musste sich in der entscheidenden zweiten Finalrunde der österreichischen Stadt Villach in Kärnten nur knapp geschlagen geben. red