Chance für Draisine

WITTLICH. (mai) Die Draisine auf der Hunsrückbahn bekommt noch eine Chance. Der Kreisausschuss Bernkastel-Wittlich hat sich wie das entsprechende Organ im Kreis Trier-Saarburg einstimmig dafür ausgesprochen, den Streckensicherungsvertrag für die Strecke Morbach-Hermeskeil bis Ende Juni 2005 zu verlängern.

Bis zu diesem Zeitpunkt soll die Wirtschaftlichkeits-Untersuchung der Uni Kaiserslauten für eine Draisinenbahn abgeschlossen sein, so dass die Entscheidung über die Einrichtung einer solchen Bahn dann erfolgen kann. Das Land hatte angekündigt, die Strecke Morbach-Hermeskeil aus dem noch bestehenden Streckensicherungsvertrag zwischen Land und Deutsche Bahn Netz AG herauszunehmen. Es befürchtet zu hohe Kosten, falls an den exponierten Kunstbauwerken wie dem Deuselbacher oder Hoxeler Viadukt Sicherungsarbeiten nötig werden. Das Land räumte jedoch die Möglichkeit ein, den Streckensicherungsvertrag weiterlaufen zu lassen, falls die Kommunen die Kosten für die Infrastruktursicherung übernehmen. So wird es nun gemacht. Der Landkreis rechnet mit Kosten von maximal 7160 Euro für 2004 und 6655 Euro für 2005. 59,4 Prozent der Kosten werden im Landkreis Bernkastel-Wittlich geschultert, den Rest zahlt Trier-Saarburg. Die Kosten im hiesigen Kreis übernimmt zu 29,7 Prozent der Landkreis selbst. Den Rest teilen sich die betroffenen Gemeinden. Die Verbandsgemeinden Thalfang und Bernkastel-Kues sowie die Einheitsgemeinde Morbach haben dies zugesagt. Die VG Traben-Trarbach, die keinen Sreckenanteil besitzt, hat dies abgelehnt, weil sie sich von der Draisinenbahn keinen Vorteil verspricht.

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