Chaos beim Karten-Kauf

Abenteuer Bahnfahren: Schon vor der Abfahrt gibt es Probleme. Der Karten-Kauf am Fahrschein-Automat in Traben-Trarbach und den Zügen zwischen Traben-Trarbach und Bullay gestaltet sich nicht gerade einfach: Es gibt keine Tickets für IC- und ICE-Züge.

Traben-Trarbach. (GKB) "Die Reisenden müssen ihre Karten dann halt in Bullay erwerben", erklärt ein Triebfahrzeug-Führer. Gezwungenermaßen wurden in der ersten Woche viele Fahrgäste unentgeltlich mitgenommen. Entweder befand sich gar kein Automat im Zug, oder er war außer Betrieb. Zusteigende in Kövenig und Reil sind aber auf ihn angewiesen, denn auf ihren Bahnhöfen hat die DB keine Automaten aufgestellt. Aber auch in Traben-Trarbach sorgt das Gerät noch für Verwirrung. Bahncard-Besitzer, die bislang beim Erwerb ihrer Fahrscheine bei den Zugbegleitern 50 Prozent Nachlass auf ihre Fahrscheine erhielten, bekommen jetzt für die Fahrt nach Trier nur noch 25 Prozent Rabatt, weil die Stadt zum VRT (Verkehrsverbund Region Trier) gehört. In das weiter entfernte Koblenz können sie nun preiswerter reisen und laut Automat auch Punkte für ihre Karte sammeln. Doch wo wird sie eingelesen, und warum kann nur bar und mit aufladbarer Geldkarte, nicht aber mit Sparkassen- oder Kreditkarten bezahlt werden? Auch Fahrplanauskünfte erteilt der Automat nicht, Rückfahrkarten können auch nicht erworben werden. Aber immerhin - und das sorgte für Heiterkeit auf dem Bahnsteig - kann in Traben-Trarbach unter der Eingabetaste 5315 für 1,70 Euro eine Fahrkarte nach Traben-Trarbach gelöst werden.

Als beschwerlich erweisen sich auch Ein- und Ausstieg, denn es gilt teilweise eine Entfernung von mehr als 30 Zentimetern ab Bahnsteigkante zu überwinden. Die drei Stufen sind für Rad- und Rollstuhlfahrer sowie Reisende mit Kinderwagen kaum zu bewältigen. "Die Fahrzeuge der Baureihe VT 628 werden behindertengerecht mit ausfahrbaren Rampen nachgerüstet, so dass hier keine Stufen zu überwinden sind", sicherte im August 2007 ein DB-Sprecher auf TV-Anfrage zu. Die Nachfrage im Zug ergab, dass Reisende sich beim Lokführer melden müssen, damit dieser bei Bedarf eine Rampe auslegt.