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Christian Moeris zum Hochwasserschutz in der VG Wittlich-Land

Meinung : Flächendeckendes Konzept notwendig

Nicht erst zur geplanten Fertigstellung im Sommer 2022, sondern  schon jetzt ist das Hochwasserschutzkonzept der Verbandsgemeinde Wittlich-Land als veraltet und unvollständig anzusehen. Sicher profitieren die sieben auserwählten Orte, die das Glück haben, als Erste an der Reihe zu sein und im Rahmen des „ersten Pakets“ in den Genuss eines Vorsorgekonzepts zu kommen.

Die jüngsten Ereignisse mit großen Schäden in 13 Ortsgemeinden zeigen jedoch, dass es in der Verbandsgemeinde mittlerweile einen flächendeckenden Bedarf für ein Starkregen- und Hochwasserschutzkonzept gibt und es in weit mehr Orten Handlungsbedarf gibt. Obwohl noch keine Zahlen vorliegen, wird der finanzielle Schaden, den das Hochwasser im Juli in der VG angerichtet hat, immens ausfallen. Dagegen wirkt die erste Investitionssumme von 100 000 Euro, welche der VG Rat 2020  investiert hat, wie ein  erster, zaghafter Versuch, sich den zunehmenden Unwetterereignissen und Fluten entgegenzustellen. Um einen flächendeckenden Schutz vor Starkregen- und Hochwasser zu gewährleisten, wird der Verbandsgemeinderat noch weit mehr Geld in die Hand nehmen müssen. Und die Zeit drängt: Wie die unzähligen Starkregenereignisse der vergangenen Jahre zeigen, war das letzte Unwetter Mitte Juli sicher kein Jahrtausendereignis, das so schnell nicht mehr passieren wird.
c.moeris@volksfreund.de