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City-Parkplatz Schweich: Pflaster wird teilweise durch Asphalt ersetzt

City-Parkplatz Schweich: Pflaster wird teilweise durch Asphalt ersetzt

Auf dem Schweicher Marsannay-la-Côte-Parkplatz wird in den nächsten Tagen das Betonsteinpflaster abgetragen und durch eine Asphaltschicht ersetzt. Aus Sicherheits- und Lärmgründen, sagt die Stadt. Eine vermeidbare Sanierung, sagt ein Anwohner.

Schweich. Mitte der neunziger Jahre galt das Altstadtpflaster "Germania antik" bei den Stadtvätern als ideale Lösung für den großen Parkplatz im Herzen von Schweich. Das braun-rot melierte Betonsteinpflaster sah schick aus, sollte die City optisch aufwerten.
Was man damals nicht ahnte: Die Steine halten dem intensiven Fahrzeugverkehr nicht lange stand. Vor allem in Kurven geraten sie durch den Reifendruck aus den Fugen, lockern sich und fangen an zu klappern. Deshalb musste schon auf dem benachbarten "Herres-Parkplatz" kurz nach der Jahrtausendwende mehrfach nachgebessert werden, bis man schließlich 2008 das Pflaster im Durchfahrtsbereich von Richtstraße bis Isseler Straße ganz entfernte. Die Durchfahrt wurde asphaltiert, nur auf den Stellplätzen ließ man die auf alt getrimmten Betonsteine liegen.
Nun also ist der Marsannay-la-Côte-Parkplatz an der Reihe. Seit dem vergangenen Montag und voraussichtlich bis Ende nächster Woche stehen die Stellplätze nicht zur Verfügung. Wie schon beim Herres-Parkplatz bekommt die Durchfahrt eine Bitumen-tragschicht; schadhafte Rinnen und Setzungen werden ausgebessert. "Andernfalls bekommen wir keine Ruhe", sagt Bruno Porten von der Bauabteilung der Verbandsgemeindeverwaltung Schweich. Die Unterhaltungsmaßnahme koste die Stadt Schweich rund 60 000 Euro; Anliegerbeiträge, wie sie bei der Erstbepflasterung vor 20 Jahren erhoben wurde, entstehen laut Porten keine.
Anwohner hätten sich über den Lärm des Pflasters beschwert, begründet Stadtbürgermeister Lars Rieger die Maßnahme. Auch bildeten die losen Steine eine Gefahr für Fahrrad- oder Motorradfahrer.
Anwohner Ralf Michels ist zwar selbst von Lärm betroffen, aber er findet, dass die Sanierung vermeidbar gewesen wäre: "Erst hat die Stadt uns die verschönernde Maßnahme schmackhaft gemacht, dann hat sie nichts mehr unternommen." Wären die Fugen rechtzeitig mit Quarzsand aufgefüllt worden, so Michels, dann hätte sich jetzt der Austausch erübrigt. Ein weiterer Kritikpunkt des Anwohners ist die Informationspolitik der Stadt. Niemand habe die unmittelbar Betroffenen über den bevorstehenden Ausbau informiert. alf