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Clemens Beckmann zum Nein des Stadtrats Traben-Trabach zum Weltkulturerbe

Weltkulturerbe : Ein verzichtbares Erbe

Es wäre besser gewesen, wenn der Stadtrat Traben-Trarbach vor den anderen Kommunalparlamenten getagt hätte. Dann wäre das Gesamtergebnis wahrscheinlich eindeutiger ausgefallen. Und zwar gegen den Antrag zur Aufnahme bestimmter hochwertiger Weinlagen ins Unesco-Weltkulturerbe.

Ja, man vergibt sich nichts damit, und die Wahrscheinlichkeit anerkannt zu werden, dürfte auch nicht hoch sein. Aber es geht ums Grundsätzliche, und das hat Harald Peifer im Stadtrat eindrucksvoll und eindringlich vorgetragen. Es ist ein Unding den Winzern vorschreiben zu wollen, wie sie Weinbau betreiben und ihre Flächen bewirtschaften. Auch, wenn es mittlerweile einen Rückzieher gibt, ändert das nichts daran: Ein Eingriff in die Eigenständigkeit der Winzer ist unanständig. Auf solch ein Erbe können die Weinmacher und die ganze Mosel gut und gerne verzichten. Die Bürokratie nimmt schon genug Raum ein. Irgendwann muss es auch einmal genug sein! Sonst steht die Zukunft der Kulturlandschaft auf dem Spiel.
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