Clowns und Keulen

WEDERATH. (pij) Akrobatik sieht toll aus, ist aber auch an-spruchsvoll. Dies erfuhren die Teilnehmer des Zirkuswork-shops im Archäologiepark Belginum.

Mit einem Kinderzirkus fand die Kreativ-Werkstatt des Morbacher Vereins "Kunst im Gewächshaus" ihren Abschluss. 18 Kinder zwischen sieben und zehn Jahren hatten das Jonglieren mit Tüchern, Bällen und Keulen erprobt. Aber auch Clowns und Akrobaten gehörten zum Programm. "Ich habe Tellerdrehen gelernt", erzählt Vivien Louis, 10, aus Kempfeld. Irene Englmeier und Roland Billewitz vom Kindertheater Bille Billewitz betreuten die Kinder bei ihren ersten Gehversuchen im Zirkusleben: "Die Kinder sollen Spaß haben. Aber Lampenfieber ist ein großes Problem." Das weiß auch die achtjährige Marie-Sophie Marx aus Fronhofen: "Ich bin sehr aufgeregt, weil die vielen Leute da sind." Die Kinder waren sichtlich begeistert, von dem, was sie gelernt haben. Vivien Sohr, 8, aus Irmenach wird trotzdem wohl keine Akrobatin: "Das hier macht mir Spaß, aber ich will trotzdem nicht zum Zirkus. Da ist man zu viel unterwegs." Das Akrobatik-Workshop war Teil der Kreativ-Werkstatt, die Kindern aus der Region in elf Veranstaltungen die Ferien verkürzen sollte. Organisiert wurde das Projekt vom Morbacher Verein "Kunst im Gewächshaus" in Zusammenarbeit mit dem Archäologiepark Belginum. Die Kurse waren ein voller Erfolg. Dies weiß Rosemarie Cordie vom Archäologiepark in Wederath: "Insbesondere Töpfern und Schnitzen liefen sehr gut." Aber Probleme gab es auch: "Kurse die nach Schule klingen, werden nicht angenommen. Insbesondere bei der Altersgruppe ab zwölf, wird es schwierig, bei den Kindern Interesse zu wecken." Die meisten Kurse waren den-noch gut besucht. Daher stellt Bruni Kluß, Verantwortliche für die Kreativ-Werkstatt beim Verein "Kunst im Gewächshaus", klar: "Nächstes Jahr gibt es das natürlich auch wieder." Einige Workshops sollen dann erneut angeboten werden, so auch der Kinderzirkus. "Spielend das Leben der Kelten entdecken", ist dann als ein neues Thema vorgesehen.