Cochem als Zentrum der Geriatrie?
Cochem · Das Marienkrankenhaus Cochem könnte bald als geriatrisches (altersmedizinisches) Zentrum für den Eifelkreis Bitburg-Prüm, den Landkreis Vulkaneifel und den Kreis Cochem-Zell ausgewiesen werden.
Cochem. Ende des Jahres soll die Entscheidung fallen, so das rheinland-pfälzische Ministerium für Gesundheit gegenüber dem TV.
Im rheinland-pfälzischen Landeskrankenhausplan 2010 heißt es, dass im Versorgungsgebiet Trier die geriatrischen Patienten des Kreises Cochem-Zell durch den eingerichteten Schwerpunkt im Marienkrankenhaus Cochem versorgt werden und dass die Ausweisung eines weiteren Schwerpunkts für den größeren Einzugsbereich mit Bitburg und Daun, der im Konzept für Altersmedizin Rheinland-Pfalz vorgesehen ist, vor diesem Hintergrund vorerst zurückgestellt werde.
Große Bedeutung für Region
Allerdings solle die weitere Entwicklung zur Versorgungssituation in dieser Region, also den drei Landkreisen, sehr sorgfältig beobachtet werden, so der Landeskrankenhausplan.
Damit wird Bezug genommen auf das Geriatriekonzept für Rheinland-Pfalz, in dem unter dem Stichwort "Geriatrisches Netzwerk Trier" mit dem Standort Vulkaneifel die drei Kreise bereits mit Hinweis auf die Planbetten in Cochem aufgelistet sind. Also: Möglicherweise gute Aussichten für das Marienkrankenhaus. Beate Fasbender-Döring, Sprecherin des Gesundheitsministeriums in Mainz, macht mit Blick auf die Cochemer Geriatrie schon jetzt deutlich: "Die Einrichtung hat eine große Bedeutung für die Region."
Zufrieden ist auch Winfried Mohr, Geschäftsführer des Krankenhauses. "Wir fühlen uns gut aufgestellt, das Ärztehaus und das medizinische Versorgungszentrum VitaMed werden gut angenommen, und nun gibt es auch einen Facharzt für nicht-invasive Kardiologie. Mit der Geriatrie haben wir einen Arbeitsbereich, der wegen der demografischen Entwicklung immer wichtiger wird", so Mohr. dju