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Corona kostet den Kreis Bernkastel-Wittlich rund 2,5 Millionen Euro

Steuergeld : Von Spuckschutz bis Impfzentrum: Das kostet Corona den Kreis Bernkastel-Wittlich

Testzentrum, Personal, Hygiene: Im Kreis Bernkastel-Wittlich sind zur Bekämpfung der Corona-Pandemie bisher rund 2,5 Millionen Euro angefallen.

(will) Die Corona-Pandemie sorgt nicht nur für Verdruss bei vielen Menschen, sondern verursacht auch hohe Kosten.

„Die im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Corona-Pandemie stehenden Kosten des Landkreises belaufen sich derzeit auf insgesamt rund 2,5 Millionen Euro“, teilt Kreis-Pressesprecher Manuel Follmann auf TV-Anfrage mit.

Im Wesentlichen setzten sich diese Kosten wie folgt zusammen: Verwaltungsintern fielen Sachkosten wie für Schutzausrüstung, EDV und anderes in Höhe von rund 60 000 Euro an. Die Kosten für die Hygieneartikel und Schutzeinrichtungen der Schulen beliefen sich auf rund 90 000 Euro. Für den Einsatz von zusätzlichen Bussen in der Schülerbeförderung wurden mehr als 75 000 Euro aufgewendet. Im Bereich des Gesundheitsamtes und der Corona-Test-Station seien Kosten von rund 1,38 Millionen für die Bekämpfung der Pandemie angefallen, davon knapp 1,2 Millionen Euro an Personalkosten.

Aber auch die Gemeinden im Kreisgebiet haben Geld bekommen vom Kreis, das dieser zuvor vom Land bekommen hatte und weitergab: „Eine größere Ausgabenposition im vergangenen Jahr war die anteilige Weiterleitung der Landespauschale an die Verbandsgemeinden und verbandsfreien Gemeinden“., sagt Follmann. 562 400 Euro hätten die nachgeordneten Gebietskörperschaften Ende 2020 für ihren Beitrag zur Pandemie-Bekämpfung erhalten. Weitere Kosten seien für die Errichtung und den Betrieb des Impfzentrums in Wittlich angefallen. Insgesamt rund 342 000 Euro seien bis Ende Januar 2021 ausgegeben worden, davon entfallen etwas mehr als 80 000 Euro auf die Personalkosten.

Das Land hat dem Kreis Bernkastel-Wittlich wie allen anderen Kreisen im Land Mittel zur Bekämpfung der Corona-Pandemie bereit gestellt. Der Landkreis Bernkastel-Wittlich erhielt nach Auskunft von Manuel Follmann in 2020 eine Landespauschaule in Höhe von 25 Euro pro Einwohner. In der Summe seien dies rund 2,8 Millionen Euro gewesen. Hinzu kam eine Landespauschale für den Einsatz von ehrenamtlichen Helfern von 110 000 Euro. Zudem werden die Kosten für die Errichtung und den Betrieb des Impfzentrums erstattet.