1. Region
  2. Mosel, Wittlich & Hunsrück

Coronakrise sorgt auch bei Banken für Veränderung

Geldinstitute : So reagieren die Banken auf Corona

Auch die regionalen Banken reagieren auf die Coronakrise. Einige Filialen bleiben aus Sicherheitsgründen geschlossen, der Zahlungsverkehr und die Versorgung mit Bargeld laufen weiter.

Das Coronavirus macht auch vor den Banken in der Region nicht Halt. Der TV hat nachgefragt, welche Konsequenzen das Virus auf ihre Arbeit hat.

Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank Wittlich: Vorstandssprecher Michael Hoeck sagt auf TV-Nachfrage, dass man als Genossenschaftsbank eine Fürsorgepflicht gegenüber den Mitarbeitern habe. „Gleichzeitig müssen wir aber auch die Versorgung mit Bankdienstleistungen sicherstellen und den Zahlungsverkehr, bar wie elektronisch, aufrechterhalten.“ Die Bank orientiere sich bei allem, was sie tue, an den Empfehlungen staatlicher Einrichtungen sowie des Robert-Koch-Instituts und befolge „selbstverständlich gesetzliche Vorgaben“. Und: „Der operative Geschäftsbetriebs läuft aktuell ohne erkennbare Einschränkungen, wobei einige Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten.“ Viele Kunden würden zurzeit die Selbstbedienungsangebote und die digitalen Zugangswege nutzen, ließen sich per Video-Chat oder telefonisch beraten. Filialschließungen seien derzeit nicht vorgesehen, aber auf der Grundlage des Geschehens müsse man die Situation jeden Tag neu bewerten.

Mit den Firmenkunden stehe man in einem engen Austausch. „Wir sind Teil der Wirtschaft vor Ort. Gemeinsam mit den Unternehmen bilden wir eine Verantwortungsgemeinschaft“, sagt Hoeck. Man wolle zusammenhalten, solidarisch sein und alles tun, um gemeinsam durch die Krise zu kommen. Erste Anfragen von Unternehmen, wie die Krise gemeinsam überwunden werden könne, seien bereits eingetroffen. Die Entscheidungsprozesse in der Kreditvergabe seien bereits deutlich verschlankt worden. Auch bei Privatkunden würde das Geldinstitut schnell und unbürokratisch zur Seite stehen, heißt es auf der Internetseite der Bank.

Sparkasse Mittelmosel - Eifel, Mosel, Hunsrück: Das Geldinstitut hat wegen des Virus den persönlichen Kontakt bereits bis auf das Nötigste begrenzt. Seit Donnerstag, 19. März, sind die persönlichen Servicebereiche der Geschäftsstellen nicht mehr geöffnet. Nur nach telefonischer Absprache unter 06531/ 9593030 können im Einzelfall notwendige Termine vereinbart werden.

Wie gewohnt stünden den Kunden die Dienstleistungen der Bank aber zur Verfügung, wie es in einer Mitteilung der Bank heißt: Bargeldein-  und -auszahlungen können an SB-Geräten vorgenommen werden. Überweisungen können im Online-Banking, über die Sparkassen-App, die SB-Geräte oder die Mediale Geschäftsstelle unter der Telefonnummer 06531/959-3030 ausgeführt werden. Für Beratungen stehen den Kunden die Mitarbeiter der Bank telefonisch zur Verfügung, auch die Internet-Filiale ist unter www.sparkasse-emh.de erreichbar, Kontakt per E-Mail ist möglich unter info@sparkasse-emh.de. Der Zugang zu Wertschließfächern ist gewährleistet.

VR-Bank Hunsrück-Mosel: Derzeit hat die Bank vorübergehend einige Geschäftsstellen geschlossen: in Enkirch, Thalfang und Trittenheim, die Auszugsdrucker und Geldautomaten seien aber weiterhin zugänglich.

Die Kunden könnten darauf vertrauen, wie gewohnt mit Bankdienstleistungen versorgt zu werden, heißt es auf TV-Anfrage. So werde auch der Zahlungsverkehr mit allen Bezahlmöglichkeiten unverändert aufrechterhalten. Dazu gehöre auch die ausreichende Versorgung mit Bargeld an den Geldautomaten. Diese, die SB-Terminals und das Online-Banking stünden uneingeschränkt zur Verfügung.

Die Bank tue derzeit „selbstverständlich alles, um die Bargeldversorgung und den Zahlungsverkehr ihrer Mitglieder und Kunden sicherzustellen“, teilt das Geldinstitut auf TV-Anfrage mit. Der Sicherstellung der Liquidität der Firmenkunden habe dabei eine hohe Priorität.

Foto: TV/Christoph Strouvelle
VR Bank Morbach 03/2020 Foto: TV/Ilse Rosenschild

Der Fokus liege auf dem persönlichen Wohlergehen und der Gesundheit der Mitarbeiter. Man orientiere sich hinsichtlich eng an den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts.