Da ist mehr drin im Gemeinschaftsraum

Da ist mehr drin im Gemeinschaftsraum

Einen schmucken Gemeinschaftsraum besitzt der Wittlicher Stadtteil Lüxem seit rund einem halben Jahr. Eine Nutzung als Jugendraum wird diskutiert. Zu einem Gespräch mit Ortsvorsteher Peter van der Heyde und Kreisjugendpfleger Peter Caspers kamen 50 Lüxemer.

Wittlich-Lüxem. Zentral, mitten im Dorf gelegen, frisch renoviert und mit Allerlei ausgestattet, wovon andernorts nur geträumt wird: Von der Theke zur Küche, über die Bestuhlung bis hin zum Kickertisch und Flachbildschirm - der Dorfgemeinschaftsraum in Lüxem bietet viele Möglichkeiten. Rund 40 000 Euro wurden im vergangenen Jahr in die Renovierung gesteckt. Der Raum im Erdgeschoss des Pfarrheims wird auch genutzt, beispielsweise für Ortsbeiratssitzungen, Seniorentreffs, den Messdienern oder für Gruppenstunden.
Aber es ist mehr drin oder könnte es zumindest sein. Denn die momentane Nutzung ist eher unregelmäßig. Die Idee eines Jugendraums kommt in Lüxem gut an. Das jedenfalls setzt die Zustimmung der rund 50 Kinder und Jugendliche, Eltern, Vereins- und Pfarreivertreter voraus, die zu einer Gesprächsrunde kamen.
Eine gute Beteiligung


"Eine gute Beteiligung", sagt Peter Caspers. Der Kreisjugendpfleger versuchte mit den Lüxemern herauszufinden, was gewollt, gewünscht und was möglich ist. Schnell kristallisierte sich heraus: Es sind eher die Jüngeren, für die ein Angebot gesucht wird. Dreiviertel der anwesenden Kinder und Jugendlichen war unter 14 Jahre alt. Sie wünschen sich einen Ort, an dem sie sich treffen und etwas miteinander unternehmen können. Am liebsten spontan und ohne Erwachsene. "Hier gibt es ja auch Gesellschaftsspiele. Da muss man ja nicht viel planen", sagte ein Mädchen. Diesem Wunsch entgegen steht die Aufsichtspflicht. Und die Aufsicht muss geplant werden. Die Befürchtung einiger Erwachsener: Es bleibe wieder alles an denen hängen, die sich sowieso schon engagieren. "Je größer das Team, desto besser kann man sich das einteilen", plädierte Caspers dafür, möglichst Viele ins Boot zu nehmen. Das soll bei einem weiteren Treffen in den nächsten Wochen versucht werden.
Außerdem hofft Ortsvorsteher Peter van der Hyde darauf, dass sich noch Jugendliche über 14 Jahre finden, die den Raum als klassischen Jugendraum nutzen. Als Plattform für alle Aktivitäten biete sich der neu gegründete Dorfverein an, schlug dessen Vorsitzender Ludwig Thetard vor.

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