Daddeln nach der Schule

Spiele an PC und Konsole gehören immer mehr zum Alltag von Kindern. Bei einem Infoabend am Cusanus-Gymnasium in Wittlich gab ein Experte Eltern Ratschläge, wie sie das Spielverhalten ihrer Kinder kontrollieren können.

Wittlich. Zocken am Computer oder mit der Spielkonsole gehört für viele Kinder am Nachmittag nach der Schule einfach dazu. Viele Eltern sind besorgt, ob ihre Kleinen nicht zu viel Zeit vor dem Bildschirm verbringen. Tipps zum Umgang mit Computerspielen gab es für sie bei einem Elternabend am Cusanus-Gymnasium Wittlich von Daniel Zils vom Pädagogischen Landesinstitut.
Mit Zahlen einer Studie belegte der Experte, dass 42 Prozent der Kinder im Alter von 12 und dreizehn Jahren bis zu eine Stunde am Tag an PC oder Konsole verbringen - 14 Prozent verwenden sogar bis zu vier Stunden ihrer Freizeit darauf, vor allem Jungen. Mädchen leben sich unterdessen vor allem in sozialen Netzwerken im Internet aus. Um das Spielverhalten der Kinder besser kontrollieren zu können, rät Zils dazu, eine Art "Familiencomputer" im Wohnzimmerbereich aufzustellen und klare Vereinbarungen zur Nutzungszeit zu machen. Bei der Auswahl von Spielen helfen Alterskennzeichnungen, wobei dadruch keine Aussage darüber gemacht werde, ob das Spiel auch pädagogisch wertvoll sei.
Zils gab den Eltern einige praktische Tipps mit auf den Weg. Am besten kaufen sie Computerspiele zusammen mit dem Kind. Sie sollten auch Probleme und Gefahren wie Kostenfallen, Gewalt, Datenschutz oder das Suchtpotenzial ansprechen und den Computerkonsum mit dem Kind gemeinsam regeln. Ebenso sei es wichtig, Alternativen zu den Games aufzuzeigen wie Brettspiele oder ein gemeinsamer Ausflug. Keinesfall sollten Eltern die Beschränkung des Medienkonsums als Mittel zur Bestrafung einsetzen, da dadurch die Medien für die Kinder ungewollt attraktiver würden. red