Damit die Kuh zur Schönheit wird

Das Team Katharina Hohns und Jürgen Krämer aus Manderscheid hat für die Rinder-Union-West bei den Deutschen Meisterschaften im Kühescheren den dritten Platz erzielt.

Katharina Hohns und Jürgen Krämer aus Manderscheid ließen die ihnen zugeloste Kuh gut aussehen. Foto: privat

Erfurt/Manderscheid. (red) Katharina Hohns und Jürgen Krämer aus Manderscheid traten bei den deutschen Meisterschaften im Kühescheren gegen neun weitere Teams aus ganz Deutschland an. Die Rinder-Union-West, der größte Zuchtverband Deutschlands, dessen Mitglieder aus Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland kommen, hatte das Manderscheider Team an den Start geschickt. Die beiden Eifeler waren erfolgreich und belegten den dritten Platz.

Für den Wettbewerb wurde den "Kuhfriseur-Teams" jeweils eine frisch gewaschene Kuh zugelost. Anschließend lief die Zeit. Drei Stunden hatte jedes Team zur Verfügung, um sein Tier nach Züchterkriterien für den Laufsteg schön zu machen.

Schnell wurde die Ausrüstung zum Tier gebracht und nach wenigen Minuten ratterten alle Schermaschinen.

Nicht einfach schnell runter scheren, um der Schnellste zu sein, sondern "wie kann ich die Kuh am besten hervorbringen?", lautet dabei die Devise. Stärken wie flache Gelenke werden in den Vordergrund gestellt, also meist feiner herausgeschoren. Bei den Schwächen wie beispielsweise einer molligen Figur wird versucht, diese zu kaschieren. Das wichtigste ist die sogenannte "Topline". Hierfür werden alle Haare über dem Rücken der Kuh senkrecht nach oben gefönt und danach so angeschoren, dass die Kuh einen ganz geraden Rücken erhält. Um den Haaren auf der Topline den richtigen Halt zu geben wird ein Superhaarspray für Kühe hineingesprüht.

Schwachstellen werden mit Farbspray bearbeitet und die Beine weiß besprüht, um sie eleganter aussehen zu lassen. Zum Schluss wird der Kuhschwanz aufgebürstet, um ihm mehr Volumen zu verleihen. Den richtigen Glanz für den Laufsteg erhält das Tier mit Hilfe von Glanzspray.