Das Brückentor, das Traben-Trarbacher Wahrzeichen, soll belebt werden.

Traben-Trarbach : Zukunft des Brückentores: Zweiter Versuch startet

Traben-Trarbacher Wahrzeichen soll belebt werden.

Verwandeln sich lange Gesichter wieder in zufriedene Mienen? Am Dienstag, 4. September, wird es sich zeigen. Auf diesem Tag in der kommenden Woche hat der Traben-Trarbacher Stadtbürgermeister Patrice Langer im Zusammenspiel mit Marcus Heintel, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach, und der Diplom-Designerin Heidrun Bernitt den zweiten Workshop zur Nutzung des Traben-Trarbacher Brückentores terminiert.

Beim ersten Workshop vor einigen Wochen war darüber zwar auch schon ausgiebig diskutiert worden. Dabei fehlten, wie der TV damals berichtete, aber die Hauptpersonen: Winzer und Künstler. Die sollen das mehr als 100 Jahre alte markante Brückentor mit Leben erfüllen: am liebsten mit Wein und Kunst.

Heidrun Bernitt aus Bernkastel-Kues hat sich bereit erklärt, eine tragende und vermittelnde Rolle zu spielen. Sie kennt die Künstlerszene an der Mittelmosel und war auch schon im Traben-Trarbacher Brückentor aktiv.

Wie berichtet steht das Brückentor, das nach Plänen des Berliner Architekten Bruno Möhring Anfang des 20 Jahrhunderts gebaut wurde, seit Jahren weitgehend leer. Die VG bietet dort im zweiten Obergeschoss Trauungen an. Die darunter liegenden Etage ist an einen Geschäftsmann verpachtet, wird nach Angaben von Stadtbürgermeister Langer aber auch kaum genutzt. Langer, Heintel, Bernitt und einige Teilnehmer des ersten Workshops möchten, dass das Gebäude wieder mehr für die Öffentlichkeit zugänglich wird.

Kunst – Musik – Kleinkunst – Wein – Cafe. Unter dieses Motto haben die Initiatoren ihre Bemühungen für eine Wiederbelebung gestellt. Nach der Pleite des ersten Workshops ging es erst einmal darum in persönlichen Gesprächen Interesse bei Winzern und Künstlern zu wecken.

Ob das gelungen ist, wird sich am kommenden Dienstag, 4. September, zeigen. Sollte es nicht gelingen, dürfte das Projekt wahrscheinlich schon vor seiner Geburt gestorben sein. Dann wird man auch keinen Förderverein brauchen, der sich unter anderem mit der Finanzierung beschäftigen soll.

Der zweite Workshop beginnt um 19 Uhr im zweiten Obergeschoss des Brückentores.

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