Das Deutsche Rote Kreuz hat zwei neue Mannschaftstransportwagen und zwei Materialanhänger angeschafft.

Katastrophenschutz : 100 000 Euro für besseren Katastrophenschutz

Das Deutsche Rote Kreuz hat zwei neue Mannschaftstransportwagen und zwei Materialanhänger angeschafft.

Jörg Teusch als oberster Katastrophenschützer im Kreis Bernkastel-Wittlich kann momentan gut schlafen.

„Die letzten Wochen haben gezeigt, dass es wichtig ist, dass wir gut ausgestattet sind“, sagt der Kreisfeuerwehrinspektor. Unerfreuliche Ereignisse, die schweren Unfälle bei Platten und auf der Autobahn bei Hasborn, hätten gezeigt, dass die Rettungsdienste auch in Extremsituationen gut und koordiniert arbeiten können. „Es lässt mich ein Stück besser schlafen, zu wissen, einen so gut aufgestellten Sanitätsdienst zu haben“, sagt Teusch. Und dazu gehöre eine gute Ausstattung.
Diese hat der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Bernkastel-Wittlich in den vergangenen beiden Jahren modernisiert. Am vergangenen Samstag wurden in Wittlich zwei neue Materialanhänger und zwei Mannschaftstransportwagen (MTW) angeschafft. Insgesamt 100 000 Euro wurden investiert. Je ein Anhänger ist in Wittlich und Morbach stationiert, erklärt DRK-Kreisgeschäftsführer Carsten Berg.  Ein wichtiger Punkt sei der identische Aufbau beider Anhänger gewesen, sagt Stefanie Sonnenfeld: „Das Material ist immer in der gleichen Schublade“, erklärt die DRK-Kreisbereitschaftsleiterin, dass niemand mehr suchen müsse.
Die Anhänger sind in erster Linie für den Katastrophenschutzeinsatz gedacht, erzählt Sonnenfelds Kollege Eric Schlöder. Mit einem Zelt samt Heizung, Beleuchtung und medizinischem Material im Wert von 15 000 Euro können jeweils mehr als ein halbes Dutzend Patienten vor Ort erstversorgt werden.
Ein Anhänger habe gegenüber einem Lastwagen mehrere Vorteile, sagt Sonnenfeld: Der Anhänger ist unabhängig vom Zugfahrzeug, für das man eher Kandidaten mit entsprechender Führerscheinklasse finde, als für einen LKW.
Das nagelneue MTW in Wittlich (Anschaffungskosten rund 34 000 Euro) kommt als Zugmaschine in Betracht. Es ersetzt das bisherige, fast 20 Jahre alte Fahrzeug, erklärt der Wittlicher DRK-Bereitschaftsleiter Bastian Egger. Wie für den Wittlicher MTW gab es auch für den des DRK-Ortsvereins Dierfeld 5000 Euro Zuschuss vom Kreis Bernkastel-Wittlich. Man entschied sich jedoch für 27 500 Euro für ein ein Jahr altes Fahrzeug der Bundeswehr, dass man teilweise in Eigenleistung umrüstete.„Der Aufbau des Kofferraums ist modular geschehen“, erklärt der Ortsvereinsvorsitzende Frank Thörnig. So könne man ihn schnell für die viermal jährlich durchgeführten Blutspendeaktionen umladen.

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