Das Ende vom Ende

Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei. Von wegen. Heinos Bühnenkarriere ist bei dem Fleischerzeugnis in bester Gesellschaft. Hatten Sie das nicht auch gelesen? Der berühmteste deutsche Sonnenbrillenträger ging im Herbst auf Abschiedstournee.

Laut Online-Enzyklopädie beendete er sein Bühnendasein am 20. November in Chemnitz. Nie wieder sollten Lieder wie "Blau, blau, blau blüht der Enzian" oder "Die schwarze Barbara" aus dem Munde des gebürtigen Düsseldorfers in ein Mikrofon gesungen werden. Zwar pilgern die Anhänger der "singenden Eiche", wie er von Journalisten auch genannt wurde, in großer Zahl nach Bad Münstereifel, wo er mit seiner Frau Hannelore ein Café betreibt und unter anderem eine Heino-Haselnuss-Torte verkauft. Doch offenbar hat der 67-Jährige nicht nur Sehnsucht nach seinen Fans, sondern auch nach seinen Bühnenauftritten. Am 30. April reist Heino aus seiner zweiten Heimat, der Eifel, in den Hunsrück, um vom Rücktritt zurückzutreten. Er unterhält im Rahmen eines Wandertags die müden Teilnehmer, die sich zuvor per pedes die heimischen Attraktionen von der Baldenau bis nach Belginum frei nach dem Bergvagabunden-Motto "Herrliche Berge, sonnige Höhen..." erlaufen haben. Warum der Schlagersänger schlechthin nach seinem offiziellen Rücktritt die Morbacher Bühne in der Ortsmitte betritt, weiß nur er. Wir können nur spekulieren. Aber so manche Kultstars konnten vom Aufhören nie genug kriegen. Und so folgt auf die erste Abschiedstournee eine zweite und vielleicht gar eine dritte, frei nach dem Motto "Alles hat ein Ende...". (iro)

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