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Das Forstamt Wittlich hat einen neuen Leiter, Maximilian Hauck.

Porträt : Er will den Wald für kommende Generationen erhalten

Das Forstamt Wittlich hat einen neuen Leiter, Maximilian Hauck. Der 32-Jährige stammt aus Karlsruhe. Sein Vater war ebenfalls Förster und er hat schon als Kind viel Zeit im Wald verbracht. Neben der Förderung klimastabiler Mischwälder ist für ihn „Wald und Wasser“ Zukunftsthema.

„Wenn ich nicht in der Schule gewesen bin, war ich im Wald oder auf dem Fußballplatz“, so beschreibt Maximilian Hauck, der neue Forstamtsleiter von Wittlich, seine Kindheit. Durch einen Freund hat er die Mosel-Eifel-Hunsrück-Region kennengelernt. „Ein Freund von mir hat hier seine Ausbildung gemacht und wenn ich ihn besucht habe, waren wir hier unterwegs.“ Als dann die Stelle als Nachfolger von Ulrich Frömsdorf frei geworden ist, hat er sich darauf beworben. „Die Vielfalt durch die unterschiedliche Geologie und der hohe Anteil an Kommunalwald haben die Stelle für mich interessant gemacht“, erklärt er.

Mischwälder wecken Erinnerungen Beim Gemeinde- und Städtebund war er vorher Referent für Jagdrecht und hat auf europäischer Ebene den Waldbesitzerverband der Kommunen vertreten. Zu seinem neuen Forstamtsbereich sagt er: „Hier gibt es sehr verschiedene Waldökosysteme durch die Geologie des Rotliegenden, des Buntsandsteins und des Devons. Dazu kommt das Weinbauklima an der Mosel und die Höhen bei Bettenfeld und Meerfeld. Das wirkt sich auch auf den Wald aus und macht die Arbeit hier sehr interessant.“ Die von der Eiche geprägten Laubmischwälder um Wittlich erinnern ihn zudem an den Wald seines Zuhauses in Karlsruhe. In Wittlich hat er ein Team vorgefunden, das motiviert und mit Freude seine Arbeit macht, um den Wald in seiner Vielfalt zu erhalten.

Resilienz der Wälder steigern Die Ziele für die nächsten Jahre sind klar gesetzt, die Resilienz der Wälder zu steigern. Das heißt, den Waldumbau an die sich wandelnden Bedingungen, wie das Klima, anzupassen. „Wir müssen den Wald weiter umbauen“, fasst er zusammen und sagt weiter: „Er soll als Kulturwald erhalten bleiben, in dem der Mensch seinen Platz hat. Wir brauchen ihn als Nutzwald und als Ort der Ruhe und Erholung. Er ist Teil unserer Geschichte.“

In vielen Bereichen hat der Umbau schon vor Jahrzehnten begonnen, aber die Bäume brauchen Zeit zum Wachsen und der Klimawandel schreitet schnell voran. Dazu nennt er ein Beispiel: „Die Douglasie ist in den 60er Jahren oft als Nutzbaum in Monokulturen gepflanzt worden und kam damals gut zurecht. So ein Baum wird 100 Jahre, aber jetzt sind die Bedingungen für ihn deutlich schlechter, weil beispielsweise eine neue Pilzkrankheit ihn bedroht.“ Ein Verbundforschungsprojekt zur Douglasie ist von seinem Vorgänger im Amt, Ulrich Frömsdorf, angestoßen worden.

Zudem wird in den nächsten Jahren das Thema „Wald und Wasser“ ein wichtiges sein. Wie kann man das Wasser im Wald halten, wie kann man es leiten? Etwa von den Wegen wieder in den Wald hinein oder mit Wasserrückhaltebecken. 

Umzug nach Wittlich im Juli Maximilian Hauck freut sich darauf, die Bürgermeister und Akteure, die ein Interesse am Wald haben, kennenzulernen und an Veranstaltungen mit Waldbesitzern teilzunehmen. Im Juli wird er mit seiner Ehefrau nach Wittlich umziehen.

Am 10. Juni wird sein Vorgänger Ulrich Frömsdorf offiziell verabschiedet und er in sein Amt eingeführt.