Das Gemeinde integrierte Wohnheim in Osann-Monzel wurde eröffnet.

Soziales : Neues Zuhause für 18 Menschen

Ein Wohnprojekt für Menschen mit Behinderung ist in Osann-Monzel entstanden. Beim Bau wurden auch die Wünsche der Bewohner berücksichtigt.

Heutzutage bietet sich für Menschen mit Beeinträchtigungen immer öfter die Möglichkeit, an einem betreuten Wohnprojekt teilzunehmen, wo sie zusammen mit anderen Personen mit Handicap in einem gemeinsamen Wohnkomplex leben können.

Ein solches Wohnheim, das sogenannte Gemeinde integrierte Wohnheim (GiW), hat Osann-Monzel bereits 2016 ins Leben gerufen und nun feierlich mit einem Tag der offenen Tür eingeweiht.

Bis zu 18 Personen können hier seit Mai 2018 auf drei miteinander durch Außenanlagen verbundenen und ebenerdigen Wohnhäusern verteilt ihr Zuhause finden und familienähnlich leben. Dabei haben die Zimmer Größen von bis zu 20 Quadratmeter. Sie werden zusammen mit den zukünftigen Bewohnern individuell eingerichtet.

Aktuell sind die Gruppen, die das GiW bereits bewohnen, sehr durchmischt zusammengesetzt, sodass die Altersspanne sich von 20 bis 81 Jahren erstreckt. Während sich die meisten berufstätigen Bewohner in der Behindertenwerkstatt einbringen, bietet das Wohnprojekt den Menschen, die schon im Ruhestand sind, eine hauseigene Tagesstruktur.

Durch die geplante Umstrukturierung und Auflösung einer großen Einrichtung des Deutschen Roten Kreuz-Sozialwerks ist der Bedarf nach einer neuen Einrichtung entstanden. Hierbei haben sich die Verantwortlichen nach einer Befragung an den Wünschen der Heimbewohner orientiert und einen Schwerpunkt auf verkleinerte Wohngruppen gelegt, die nach Angaben des DRK-Sozialwerks überschaubarer seien als die sogenannten Groß- und Komplexeinrichtungen.

Das Ziel des DRK war, inmitten eines Dorfes ein betreutes Wohnen mit Kleingruppen in Einzelzimmern zu bieten.

Auch das Ehepaar Klaus und Christa Jüngling hat das Projekt ermöglicht. Sie haben den Bau in Absprache mit dem Sozialwerk vor Ort gemeinsam geplant und strukturiert.

 Nicht zuletzt, da das Ehepaar Jüngling selbst eine Tochter mit Beeinträchtigung hat, liegt ihnen das Wohl der Menschen in solchen betreuten Wohneinrichtungen besonders am Herzen.

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