"Das ist kein Jugendstreich mehr"

Unbekannte haben in der Nacht zum 1. Mai das Schulhofgelände der Grundschule St. Hubertus Hetzerath mit klebrigem Schaum, Ketchup und Grafitti verunanstaltet. Ortsbürgermeister Werner Monzel geht nicht von böser Absicht aus. Allerdings sei es kein Jugendstreich mehr.

"Scheiße HaHa", das lesen Besucher der Grundschule St. Hubertus Hetzerath an der Hauswand beim Eingang. Unbekannte haben dieses und andere Grafitti in der Nacht zum 1. Mai an die Außenwände geschmiert. Daneben sieht man Ketchup-Flecken. Um das Klettergerüst liegen Reste von Papier. Der Briefkasten ist mit klebrigem Schaum bedeckt. Herbert Billen, der Pressesprecher der Verbandsgemeindeverwaltung Wittlich-Land bezeichnet die Tat als "sehr dummen Streich". Die Schäden werden laut Billen kurzfristig, also noch vor den Ferien, beseitigt. Wieviel das kosten soll, wird noch ermittelt. Eine Anzeige ist erstattet. Ortsbürgermeister Werner Monzel (57) findet es "betrüblich", dass an der Grundschule solche "Schweinereien" gemacht wurden. "Das ist kein Jugendstreich mehr, das ist Sachbeschädigung." Dennoch vermutet er keine böse Absicht dahinter. "Da hat jemand einfach nicht nachgedacht." Im Ort selbst seien in der Hexennacht auch einige Streiche mit Rasierschaum und Zahnpasta gespielt worden, berichtet er.
Georg Bührmann von der Polizeiinspektion Wittlich spricht von einer "ereignisreichen Nacht": "Über fast die gesamte Bandbreite der polizeilichen Zuständigkeit, von Trunkenheit über Vandalismus bis hin zu Familien- und Paarstreitigkeiten, gab es reichlich zu tun." Das Gesetz sieht für Sachbeschädigung eine Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe vor. sbra