Das kann jeder vollbringen

BERNKASTEL-KUES. (mbl) "Blut zu spenden - das ist eine gute Tat, die jeder von uns vollbringen kann", zitierte Hans-Jörg Mühlenhoff den Sänger Howard Carpendale, der die Patenschaft für die neue Blutspendekampagne 2003 übernommen hat.

 Lotte Stüttgen dankt Hermann Schreckinger (Mitte) mit Urkunde und Medaille.Foto: Marita Blahak

Lotte Stüttgen dankt Hermann Schreckinger (Mitte) mit Urkunde und Medaille.Foto: Marita Blahak

Bei der Blutspenderehrung des Ortsvereins des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Bernkastel-Kues sprach der Referent des DRK-Blutspendedienstes West über die Notwendigkeit des Spendens: In Deutschland ist die Blutspende seit rund 50 Jahren möglich. Der erste Blutspendedienst wurde in Nordrhein-Westfalen im Jahre 1952 errichtet. Ein Jahr später erfolgte die Gründung des rheinland-pfälzischen Blutspendedienstes, in den 60er Jahren kam das Saarland hinzu und im Jahre 2002 fusionierte der Blutspendedienst Rheinland-Pfalz/Saarland mit dem Blutspendedienst Nordrhein-Westfalen und trägt nun die Bezeichnung Blutspendedienst West. Der benötigt jährlich mehr als eine Million Konserven, um den Bedarf der Krankenhäuser zu decken. Mühlenhoff: "Die Gründe für diesen hohen Bedarf liegen nicht im Ansteigen von Unfällen, sondern in der gestiegenen Altersstruktur und im medizinisch-technischen Fortschritt in den Krankenhäusern". Es können heute wesentlich mehr und kompliziertere Operationen ausgeführt werden als zu früheren Zeiten. Ältere Menschen leiden häufiger als junge Menschen an Erkrankungen, die Operationen notwendig machen. Sie selbst aber kommen als Blutspender oft nicht mehr in Frage und auch geburtenschwache jüngere Jahrgänge verstärken das Problem. Um den Bedarf der Krankenhäuser decken zu können müsse man verstärkt die Information über die Notwendigkeit des Blutspendens bei jedem Gesunden wecken, unterstrich der Referent und dankte den Mehrfachspendern für ihre uneigennützige Hilfe.Medaille für Hermann Schreckinger

Lotte Stüttgen, Kreisbereitschaftsleitung DRK, zeichnete 66 Blutspender für ihr Engagement mit Ehrennadel, Urkunden und Geschenken aus: 25 Blutspenden: Johann Neukam, Carola Hilsemer, Renate Simon, Rita Schneemann, Renate Wende, Karl Heinz Schimpen (Bernkastel-Kues), Urban Lamberty, Christel Bäumler, Dorothe Ehses, Monika Pazen, Martin Koppelkamm (Zeltingen-Rachtig), Horst Bollig, Alfred Felten, Roger Lossjew (Brauneberg), Helmut Legrand, Stephan Andres, Ralf Dölitzsch (Lieser), Joachim Schwaab, Thomas Leuck (Veldenz), Horst Stefan Kiebel (Lösnich), Susanne Gaeth (Graach), Fritz Haas (Burgen), Ralf Ströher (Maring-Noviand). 40 Blutspenden: Rosemarie Stolz-Stülb, Monika Kunsmann, Margit Ambrosius, Odile Serwe (Zeltingen-Rachtig), Ruth Görgen, Jürgen Söhnlein, Manfred Knod, Rainer Lörsch (Bernkastel-Kues), Hertha Herzberg, Reinard Schneider (Mülheim), Jürgen Kieren, Gustav Meyer (Graach), Werner Schwaab (Erden), Norbert Klein (Brauneberg). 50 Blutspenden: Werner Krämer, Gabi Ehses, Hans Peter Ehses (Zeltingen-Rachtig), Klaus Gerhard, Lydia Dillinger, Pia Sehnem (Bernkastel-Kues), Axel Mauch, Hubert Görgen, Karlheinz Sopp (Mülheim), Friedhelm Bohn (Monzelfeld), Wolfgang Klein (Platten), Gabriele Dölitzsch (Lieser). 60 Blutspenden: Jürgen Parade, Hermann Bottler (Mülheim), Andreas Ehses, Ernst Flesch (Bernkastel-Kues), Anton Lorenz (Morbach), Leo Bäumler (Zeltingen-Rachtig), Josef Porn (Minheim), Heinz Conrad (Burgen), Elmar Bölinger (Maring-Noviand), Heinz Schneider (Wintrich). 75 Blutspenden: Herbert Weber, Hans-Josef Henrich (Erden), Rudolf Stülb, Herbert Theisen (Zeltingen-Rachtig), Günter Krämer (Wittlich), Peter Kranz (Salmtal). Besonders ausgezeichnet wurde Blutspender Hermann Schreckinger aus Veldenz: Er erhielt die Medaille für 100-maliges Blutspenden.