Das Klassenziel sind kleine Klassen

Bernkastel-Kues/Traben-Trarbach · Das Land Rheinland-Pfalz rühmt sich, die kleinsten Klassenmesszahlen in Deutschland zu haben. Um herausfinden, ob das tatsächlich so ist, hat der TV an den weiterführenden Schulen in Bernkastel-Kues, Traben-Trarbach und Neumagen-Dhron nachgehört.

Bernkastel-Kues/Traben-Trarbach. Zwischen 16 und 31 Schülern liegt die Klassengröße an den Schulen im Bereich Mosel. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des TV. Dabei sind volle Klassen mit rund 30 Schülern eher die Ausnahme. Elternsprecherin Bianca Waters kritisierte jüngst, dass in der Realität die Klassenstärke viel zu häufig aber doch noch bei über 30 Schülern an den weiterführenden Schulen liege.
Wie es in diesem Schuljahr tatsächlich aussieht, das zeigen folgende Zahlen: Am Gymnasium Bernkastel-Kues gibt es in der Tat nur eine Klasse mit 31 Schülern. Dagegen steht aber die kleinste Klasse mit 17 Schülern. Wie vom Sekretariat zu erfahren ist, liegt der Durchschnitt bei 25 bis 26 Jugendlichen pro Klasse. An der Realschule in Bernkastel-Kues sieht es ähnlich aus. "Grundsätzlich liegen alle Klassen unter 30 Schülern", lautet die Auskunft an der Schule. Die größte Klasse hat 27 Jungs und Mädchen, die kleinste 17. An der Realschule plus Traben-Trarbach liegt der Durchschnitt bei 22 Schülern pro Klasse. Die größte Einheit hat 28 Kinder. An der Realschule plus in Neumagen-Dhron liegen die Schülerzahlen auch eher niedrig. Im Schnitt sind es hier 24 bis 26 Schüler. Es gibt auch eine Ganztagsklasse mit nur 16 Kindern.
Am Gymnasium Traben-Trarbach liegt der Durchschnitt bei 24 Schülern. Die kleinste Klasse zählt 20 Kinder, in der größten werden 30 Schüler unterrichtet. noj
Extra

In den Grundschulen gilt ab dem Schuljahr 2012/2013 auch in der zweiten Klassenstufe, ab dem Schuljahr 2013/2014 zusätzlich in der Klassenstufe drei und ab 2014/2015 in allen vier Klassenstufen die Klassenmesszahl 24. Zum Schuljahr 2013/2014 soll zudem die Messzahl für die Eingangsklassen (Klassenstufe 5) der Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen (IGS) auf 28 Schüler abgesenkt werden. Ab dem Schuljahr 2014/2015 wird dies auf die Klassenstufe sechs ausgeweitet. Zum Schuljahr 2015/2016 folgt eine weitere Absenkung in den Gymnasiums- und IGS-Eingangsklassen auf 25 Schüler und 2016/2017 die Ausweitung dieser Maßnahme auf die Klassenstufe sechs, so dass dann für die gesamte Orientierungsstufe aller Schularten 25 Schüler pro Klasse die Obergrenze sind (in den Realschulen plus gilt dies bereits seit dem Start zum Schuljahr 2009/2010). Für alle Integrierten Gesamtschulen, die ab dem kommenden Schuljahr neu an den Start gehen wollen und die eine Vierzügigkeit erreichen müssen, gilt die Zahl von 25 Schülerinnen und Schülern pro Eingangsklasse als Obergrenze ab sofort. Im Stufenplan ist auch eine Verbesserung der pädagogischen Rahmenbedingungen für die Berufsfachschule vorgesehen. (Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur) noj

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