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Das kommt auf Traben-Trarbach im Jahr 2020 zu

Das kommt auf Traben-Trarbach im Jahr 2020 zu : „Es gibt nichts mehr einzusparen“

Der Traben-Trarbacher Stadtbürgermeister Patrice Langer erklärt im TV,  welche Herausforderungen die Kommune im neuen Jahr zu bewältigen hat.

Welche Herausforderungen stehen den Kommunen im Landkreis Bernkastel-Wittlich im neuen Jahr bevor? Der Trierische Volksfreund hat Patrice Langer, Bürgermeister der Stadt Traben-Trarbach, gefragt, was auf die Doppelstadt seiner Meinung nach im Jahr 2020 zukommt und welche Themen die Menschen in Traben-Trarbach bewegen werden.

Zu den Herausforderungen, denen sich im neuen Jahr vorrangig der Stadtrat und die Stadtteile stellen müssen, äußert sich Langer folgendermaßen: „Rund 42 Prozent unserer Einnahmen führen wir an Kreis und Verbandsgemeinde als Umlage ab. Mit den verbleibenden knapp sieben Millionen sollen, nein müssen wir unsere Heimatstadt funktionsfähig erhalten.“

Die guten Ratschläge, dass man sparen müsse, seien nicht zielführend. Es gebe nichts mehr einzusparen.

Langer weiter: „Der Weggang des Amts für Geoinformationswesen der Bundeswehr und ein erheblicher Sanierungsstau haben uns eine tiefe, nicht wieder zu schließende Lücke in den Haushalt gerissen. Trotz unzureichender finanziellen Ausstattung – hier stehen wir in Rheinland-Pfalz  nicht alleine da – werden wir auch 2020 viel zu bewegen.“
Nennen Sie bitte die wichtigsten Projekte/Investitionen die im Jahr 2020 in Ihrer Kommune anstehen.

Langer „Wir werden die Sanierung der Kita Rappelkiste auf den Weg bringen. Auch muss die Sanierung der Grevenburg fortgeführt werden. Das Mittelmoselmuseum können wir baulich nicht weiter vor sich hinvegetieren lassen. Eine Sanierung ist dringend angezeigt. Das Moselvorgelände Traben mit seinen Stolperfallen und dem Charme der frühen 1960er Jahre bedarf dringend der Sanierung, und, und und...“

Wie können Sie Ihre Kommune im Jahr 2020 weiterentwickeln?

Langer „In dem wir tun, was zu tun ist, trotz geringem Handlungsspielraum, Fantasie entsprechend entwickeln und diese in Projekte umsetzen.“

Auf was freuen Sie sich besonders im kommenden Jahr ?

Langer „Der Start der Jugendarbeit im Stierstall steht unmittelbar bevor. Wir haben lange mit viel Herzblut daran gearbeitet und werden sie mit unserer Jugend zu Erfolg führen. Der Franzosensteig mit seiner Wendeltreppe, der Plattform und der Anbindung an den Moselsteig sowie das Projekt Antike Realität mobil erleben (ARMob) haben das Zeug, zu touristischen Highlights zu werden. Auch liegt mir viel an der Weiterführung der Bepflanzung im Rahmen der Biodiversität. Das sind wir unseren Insekten in jedem Falle schuldig. Eine blühende Stadt erfreut nicht nur mich,sondern auch unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger.“