Das Land muss helfen

Auch wenn das Defizit der Stadt Manderscheid 2007 geringer ausgefallen ist als erwartet, ist die Haushaltslage nach wie vor problematisch. Derzeit liegen die Schulden bei knapp über zwei Millionen Euro.

Das Rathaus schlägt Alarm: Ohne Bedarfszuweisung des Landes ist aus Sicht der Manderscheider VG-Verwaltung langfristig kein Schuldenabbau in der Burgenstadt möglich.TV-Foto: Uwe Hentschel

Manderscheid. (uhe) Dass das Defizit mit rund 396 000 Euro um 32 000 Euro geringer ausgefallen ist, als bei der Erstellung des Haushaltplanes 2007 eingeplant, ist zunächst einmal erfreulich.

Durch höhere Einnahmen, wie beispielsweise bei der Gewerbesteuer, habe sich die Haushaltssituation etwas entschärft, sagte Manderscheids VG-Bürgermeister Wolfgang Schmitz, "aber wie Manderscheid wirklich wieder auf die Beine kommen soll, das kann ich nicht sagen".

Denn gemessen an dem, was die Burgenstadt an langfristigen Schulden vor sich herschiebt, sind die zusätzlichen Steuereinnahmen nur ein schwacher Trost. Mit mehr als zwei Millionen Euro steht die Gemeinde derzeit in der Kreide.

Seitdem die Bedarfszuweisungen des Landes vor einigen Jahren gestrichen wurden, habe sich die Situation verschärft, sagte Schmitz im Rahmen der Stadtratssitzung, in der der Haushalt des vergangenen Geschäftsjahres von den Prüfern als ordnungsgemäß bezeichnet und von den Ratsmitgliedern schließlich auch ohne Gegenstimme verabschiedet wurde.

Grund für das Defizit der Stadt seien unter anderem die hohen Kosten für Energie sowie Straßen- und Gemeindearbeiten, erklärt der Verwaltungschef. Deshalb sei es umso erfreulicher, dass wenigstens das Burgenfest keine zusätzliche Belastung darstelle. Hier gebe es zurzeit Rücklagen in Höhe von 89 000 Euro, und "das zeigt uns, dass wir auch ein Burgenfest feiern können, wenn das Wetter mal nicht so optimal ist".

Weil das Fest allein jedoch nicht ausreicht, um den Schuldenberg abzubauen, ist für Schmitz eine Änderung im Finanzausgleich auf lange Sicht unumgänglich: "Wir müssen eine Hilfestellung vom Land bekommen, die es uns dauerhaft ermöglicht, unsere Hausaufgaben zu machen."