Das neue "I" mit neuem Besen

Die Zeit der zwei "I" in der Wittlicher Neustraße ist jetzt wohl bald vorbei. Was ich meine? Na, die beiden Touristinfos mit ihren Hinweisschildern mit großem "I". In den vergangenen Wochen wusste man gar nicht mehr, wie man sich vor der Informationsflut in der Neustraße retten sollte.

Noch immer prangt das große "I" an der alten Touristinfo im Reisebüro. Ein Stück weit oberhalb macht seit kurzer Zeit bereits die neue Touristinfo mit Schildern auf sich aufmerksam. Erst seit gestern ist die offiziell eröffnet. Jetzt bin ich mal gespannt, ob der neue Besen mehr Touristen ins Wittlicher Land kehrt als der alte. Soll ja auch ein ziemlicher Feger sein, der neue Geschäftsführer Karsten Mathar. Wo der schon überall war: bei Kultur & Kur in Bernkastel-Kues, beim Parkschlösschen Traben-Trarbach, Europas einzigem 5-Sterne Ayurveda Hotel — und bei der FDP im Wittlicher Stadtrat. Das nenn ich einen freiheitlich denkenden Kopf.

Im Stadtrat hat Mathar sein Mandat aber jetzt niedergelegt, um sich voll und ganz auf die Touristinfo konzentrieren zu können. Das scheint mir eine gute Entscheidung zu sein. Denn schließlich hat der Mann genug zu tun, wenn er den Touristen die ganzen schönen Ecken und Sehenswürdigkeiten von Wittlich und Wittlich-Land näher bringen will. Mathar kann jetzt aus dem Vollen schöpfen. So kann er den neuen Eifelsteig hoffentlich bald auch mit der Schleife über Wittlich anpreisen. Außerdem dreht sich in seiner Touristinfo alles nur um Wittlich und das Umland, dem kann sich keiner entziehen. In der alten Touristinfo im Reisebüro hingegen war die Gefahr groß, dass der Gast abgelenkt wurde. Wer weiß, wie vielen Besuchern dort am Ende die Infos über die Region zu langweilig waren und — schwups — kamen sie mit einem Flugticket für die Costa Brava raus.

Der neue Mister Touristinfo scheint auch eine neue Marketingstrategie zu verfolgen, "Letter Dropping" (Buchstaben weglassen) genannt. Über der Eingangstür seines Ladens steht zwei Mal groß: Tourist Infomation (ohne r). Bis gestern hat es aber anscheinend noch niemand bemerkt. Dabei sind bestimmt schon einige Hundert Menschen dort vorbeigelaufen. Um Aufmerksamkeit zu erregen, muss er sich wohl doch was anderes einfallen lassen, der neue Mister Touristinfo. Bis denn