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Das Runde muss dreimal durchs Eckige

 John Swabey schlägt die Kugel durch das dritte Tor des Gateballfeldes. TV-Foto: Nora John
John Swabey schlägt die Kugel durch das dritte Tor des Gateballfeldes. TV-Foto: Nora John FOTO: (m_wil )
Eisenschmitt/Gransdorf. Spieler von nah und fern kommen am Wochenende, 23./24. April, nach Eisenschmitt, zu einem Gateballturnier. Dabei handelt es sich um eine japanische Variante des englischen Sports Krocket.

Eisenschmitt/Gransdorf. Es bedarf nicht viel, um Gateball zu spielen. Ein Feld von 15 mal 25 Metern, das mit einem Maßband abgesteckt wird. Dazu gibt es drei kleine Metalltore und der Zielstab in der Mitte des Feldes. Wo die Tore platziert werden, ist genau festgelegt und auf dem Maßband am Rand markiert. Außerdem gibt es fünf weiße und fünf rote Kugeln, für jeden Spieler eine.
Maximal 30 Punkte


Bewegt werden die Kugeln mit einem Schläger. Bei dem Spiel geht es darum, die Kugeln nacheinander durch die Tore zu spielen und schließlich zum Zielpfosten. Die Spieler der gegnerischen Mannschaften sind abwechselnd dran und versuchen den Kugeln der Gegner den Weg zum Tor zu versperren. Landet ein Spielball außerhalb des Feldes, so muss der Spieler eine Runde aussetzen. Insgesamt dauert ein Match eine halbe Stunde. Maximal 30 Punkte können pro Mannschaft erreicht werden.
Bei Gateball handelt es sich um eine japanische Variante des aus England bekannten Krocket. In Deutschland ist der Sport wenig verbreitet. Und doch wird er in Eisenschmitt und Gransdorf gespielt. Der gebürtige Engländer John Swabey lebt seit eineinhalb Jahren in Gransdorf und hat dort den Verein Gateball Freunde Süd-Eifel gegründet. Zunächst wurde nur in Gransdorf in der Halle gespielt, jetzt wird auch der Sportplatz in Eisenschmitt genutzt. Dort wird auch das internationale Turnier am Samstag, 23., und Sonntag, 24. April, mit insgesamt 16 Teilnehmern aus Deutschland, Belgien, Frankreich, Schweiz und Japan ausgetragen. Gespielt wird in Einzel- und in Doppel-Spiel statt wie sonst beim Gateball üblich fünf gegen fünf.
Wer es selbst einmal versuchen möchte, hat heute, Freitag, Gelegenheit dazu. Mitglieder der Süd-Eifel Krocket und Gateball Freunde, und Keiichi Imagawa aus Japan, General-Sekretär a.D. von der "World Gateball Union", sind da, um Anfänger zu betreuen.
John Swabey, der Organisator des Turniers ist begeistert von Krocket und der japanischen Variante Gateball. "Krocket ist mein Leben", sagt er. Seine Frau sei anfangs wenig glücklich gewesen, dass er soviel Zeit auf dem Spielfeld verbrachte. Heute ist sie selbst aktiv dabei.
Das Eifel-Turnier in Eisen schmitt ist das erste in der "Gateball League” 2016. Danach folgen andere Turniere im selben Format, in Beaune (Frankreich) und der Schweiz (Genf), eventuell auch in Brüssel. noj