Das Sparschwein ist sehr gefräßig

Das Sparschwein ist sehr gefräßig

BERNKASTEL-KUES. In der VG-Verwaltung Bernkastel-Kues wird jede Ausgabe auf den Prüfstand gestellt. Das führte 2005 zu großen Einsparungen bei Personal- und Sachkosten.

So viel vorweg: Die Verbandsgemeindeverwaltung Bernkastel-Kues ist weiter in allen Bereichen funktionstüchtig. Auf die Idee, dass dies nicht mehr so ist, könnte derjenige kommen, der die Zahlen des vorläufigen Jahresabschlusses 2005 in Augenschein nimmt. Danach ist das Defizit von zirka 346 000 Euro aus dem Jahr 2005 bis auf etwa 75 000 Euro bereits abgebaut. "In erster Linie war dies durch Einsparungen bei den Personal- und Sachkosten möglich", erläuterte Bürgermeister Ulf Hangert in der Sitzung des Verbandsgemeinderates. Für den Laien erschließt sich dieses Summe auf den ersten Blick nicht. Man kann eine Stelle einsparen, eine Fachzeitschrift abbestellen, bei Büromaterial knausern. Aber eine eingesparte Summe von 271 000 Euro ist doch gewaltig. Deshalb hat der TV nachgefragt. Größter Einzelposten bei den Einsparungen sind die Sachkosten mit 90 500 Euro. Darin enthalten sind alleine 55 000 Euro bei der Elektronischen Datenverarbeitung. Die vorgesehenen Ausgaben wurden noch mit zur Verfügung stehenden Restmitteln aus dem Jahr 2004 abgedeckt. Größter Batzen bei den Personalkosten sind die Gehälter der Angestellten. Hier wurden rund 41 500 Euro eingespart (Verlängerung unbezahlter Sonderurlaub, krankheitsbedingtes Ausscheiden eine Mitarbeiters, spätere Besetzung einer Stelle). Mit diesen Minderausgaben einher geht auch eine geringere Belastung bei der Sozialversicherung. Hier gab die VG rund 38 000 Euro weniger aus als geplant. "Wir führen eine strikte Ausgabenkontrolle durch", erläutert Büroleiter Heiner Nilles. "Und zwar quer durch alle Haushaltsstellen", fügt er an. So sei durch gute Verhandlungen bei den Versicherungen eine Menge eingespart worden. Gespart (fast 11 700 Euro) wurde auch bei den Kosten für die Vertretung des Bürgermeisters und bei den Sitzungsgeldern.

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