Das Stauwehr soll erhalten bleiben

Das Stauwehr soll erhalten bleiben

Seit Jahrzehnten befinden sich Stauwehre im Verlauf des Alfbaches. So auch zwei Wehre im Bereich der Gemeinde Bengel. Jetzt hat die für den Alfbach zuständige Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich die Verbandsgemeinde Kröv-Bausendorf unterrichtet, dass die Durchgängigkeit des Alfbaches wiederhergestellt werden soll.

Bengel. (khg) Die Kreisverwaltung beruft sich ihrer Forderung auf die EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) und informiert, dass alle Stauwehre beseitigt oder durchgängig gemacht werden. Als erstes Wehr soll das Stauwehr zwischen Kinderbeuern und Bengel oberhalb der "Warburger Brücke" gesprengt werden.Bürgermeister Otto Maria Bastgen hat gegenüber der Kreisverwaltung Bedenken dagegen angemeldet und gebeten, die Beseitigungsplänee zurückzustellen. Nach Aufassung von Bürgermeister Bastgen sollte die betroffene Gemeinde, aber auch die Träger öffentlicher Belange, zuvor ihre Stellungnahmen abgeben. Ortsbürgermeister Walter Debald hat den Tagesordnungspunkt "Stauwehre" kurzfristig zum Gegenstand der jüngsten Gemeinderatssitzung in Bengel erhoben. Mit der Sprengung des Stauwehres an der "Warburger Brücke" würde ein ortsprägendes Bauwerk vernichtet. Dies werde die Gemeinde Bengel auf keinen Fall hinnehmen, sagte Ortsbürgermeister Debald. Neben einer zu befürchteten schnelleren Fließgeschwindigkeit des Alfbaches, werden auch die Fischgründe und die Bewässerung von landwirtschaftlichen Flächen entlang des Baches beeinträchtigt werden. Ratsmitglied Hans Peter Schon vermutet, dass eventuelle Wasserrechte von Bürgern vorliegen und zu beachten sind. Ortsbürgermeister Walter Debald: "Bengel wird in der Sache wachsam sein. Die Geschehnisse im Nachbarort Kinderbeuern, wo vor vielen Jahren in einer Aktion ein Wehr in einer Sofortaktion plötzlich entfernt wurde, werde es in Bengel nicht geben." Inzwischen hat die Kreisverwaltung mitgeteilt, dass durch die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord eine Informationsveranstaltung erfolgen wird.