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Das Unterirdische bleibt einzigartig - Mosel-Wein-Nachts-Markt in Traben-Trarbach hat am Wochenende eröffnet

Das Unterirdische bleibt einzigartig - Mosel-Wein-Nachts-Markt in Traben-Trarbach hat am Wochenende eröffnet

Der Mosel-Wein-Nachts-Markt in den riesigen Kelleranlagen hat gleich am ersten Wochenende Tausende Besucher nach Traben-Trarbach gelockt. Gerade auswärtige Gäste sind von der Stimmung, den hochwertigen Produkten und der Einzigartigkeit dieser Veranstaltung begeistert.

Traben-Trarbach. Es ist wieder soweit: Seit diesem Wochenende schwärmen Tausende Touristen und Einheimische durch die Keller des Mosel-Wein-Nachts-Marktes in Traben-Trarbach und suchen nach Weihnachtsgeschenken, Mitbringseln für Angehörige, Freunde und Bekannte und kulinarischen Köstlichkeiten.

Stadtbürgermeister Patrice Langer hat bei der Eröffnung auf die "schönen, angenehmen und ereignisreichen Keller" hingewiesen.
Tourismuschefin Wiebke Pfitzmann ist auf die Weihnachtsstimmung eingegangen, die sie beim Betreten der Ausstellungen unweigerlich verspürt: "Ich gehe in die Keller und rieche gebrannte Mandeln", sagt sie. Auf das Feuerwerk zur Eröffnung habe man dieses Jahr bewusst verzichtet. Dafür haben Feuerfontänen über der Eisbahn beim Auftritt der Sängerin Uli Matthias für Aufsehen gesorgt.

Mit den Worten "Schön, dass ihr alle da seid", hat sich VG-Bürgermeister Marcus Heintel an die vielen Besucher rund um die Eisbahn gewandt. Es gebe auch in diesem Jahr viele Leute, die das erste Mal da sind. Die Veranstaltung werde immer bekannter, sagte er.Holländer und Franzosen

 Die Piccologarde des KVTT tanzt heiße Rhythmen auf der Eisbahn.
Die Piccologarde des KVTT tanzt heiße Rhythmen auf der Eisbahn. Foto: Christoph Strouvelle (cst) ("TV-Upload Strouvelle"


Tatsächlich bemerkt man beim Bummel über den Mosel-Wein-Nachts-Markt bei den Besuchern die verschiedensten Dialekte und Sprachen. Hier hört man rheinländisch, kölsch und saarländisch, dort sprechen Besucher flämisch und französisch. "Wir sind extra wegen des Wein-Nachts-Marktes gekommen", sagt Klaus Nottinger aus Neuss. Zusammen mit einem befreundeten Ehepaar aus dem belgischen Leuven besuchen er und seine Frau jedes Jahr einen anderen Weihnachtsmarkt in Deutschland, Frankreich oder Belgien. Warum kommen sie in diesem Jahr nach Traben-Trarbach? "Bei der Recherche sind wir auf die Einzigartigkeit der Kellergewölbe gestoßen", sagt Nottinger. "Das Unterirdische ist außergewöhnlich, so etwas gibt es bei uns nicht", sagt auch Rudolf Kastl aus Köln. Zudem hebe sich das hochwertige Sortiment in den Kellern von anderen Weihnachtsmärkten ab. Auch Norbert Metzler aus Bad Orb ist mit seiner Frau wegen der Keller nach Traben-Trarbach gekommen. Sein erster Eindruck: "Super, etwas ganz anderes als andere Weihnachtsmärkte - alleine der lange Gang in den Weinkeller des Moselschlösschens. Das ist eine gute Idee, so etwas dort zu machen."

Doch nicht nur die Besucher, auch die Aussteller haben zum Start des Mosel-Wein-Nachts-Marktes eine positive Stimmung ausgestrahlt. "Die Leute schauen, probieren und kaufen später", sagt Patrick Schall vom Weingut Walter J. Oster, während er den Besuchern Likör vom Weinbergpfirsich anbietet. Am Eröffnungstag seien schon sehr viele Leute da. Und auch die Aussteller profitieren vom Wein-Nachts-Markt in den Kellern, sagt Gerlinde Mey, die an ihrem Stand Schmuck anbietet. Denn Leute, die draußen sind und kalte Hände haben, probierten keinen Schmuck. "Keine Frau zieht bei Kälte ihren Mantel aus, um eine Kette anzuprobieren", macht sie die Vorteile der milderen Temperaturen in den unterirdischen Kellern deutlich.
Bereits zum fünften Mal stellt sie am Mosel-Wein-Nachts-Markt aus. Mey: "Es ist ein schönes Ambiente, zudem fühlen wir uns als Aussteller sehr gut betreut."