Das Wein- und Heimatfest zieht um

VELDENZ. Bisher feierten die Veldenzer ihr Wein- und Heimatfest im großen Festzelt. Doch Aufwand und finanzieller Ertrag stehen nicht mehr im Einklang. Da kommt es gerade recht, dass der Ortskern, ein idealer Veranstaltungsort, fertig saniert ist.

Heute, Freitag, fällt die Entscheidung, ob die Gemeinde Veldenz beim Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" den Landesentscheid erreicht. Was das mit dem bevorstehenden Wein- und Heimatfest zu tun hat? Auf den ersten Blick nichts. Wenn Veldenz einen Spitzenplatz erreicht, dürfte das auch daran liegen, dass der historische Ortskern nach der Sanierung von Römersaal und Römerkeller in vollem Glanz leuchtet. Eben das ist auch der Grund, warum die Gemeinde Veldenz ihr traditionelles Fest, das seit fast drei Jahrzehnten auch mit einer Oldtimersternfahrt verbunden ist, im Ortskern feiert. Diese Pläne habe es immer schon gegeben, sagt Ortsbürgermeister Norbert Sproß. Veldenz ist noch einer der wenigen Orte an der Mittelmosel, wo das Weinfest im großen Zelt gefeiert wurde. Vor zwei Jahren war das Fest, das vorher eine Flaute erlebt hatte, sogar wieder in größerem Stil gestaltet worden. Schauplatz war der Festplatz am Ortseingang. "Doch der Aufwand war zu groß", sagt Sproß. Für die damals beteiligten Vereine habe sich das nicht mehr gerechnet. Obwohl viele Gäste extra wegen des Festes anreisen, seien sie nicht oder zu wenig erreicht worden. Für manche Bürger gelte dasselbe. Deshalb sei die Entscheidung, in den Ortskern zwischen Römerkeller, Villa Romana (nebst Garten) und Rathaus umzuziehen, nicht schwer gefallen. Die Kreisstraße, die während des Festes gesperrt wird, und die Gebäude werden entsprechend geschmückt und illuminiert. Dafür steht mit Silke Petry, einer Floristin, und weiteren Frauen ein engagiertes Team bereit. Der 17-köpfige Festausschuss hat sich viele Gedanken über die Gestaltung des Festes gemacht. Die Besucher erwartet zwischen dem 28. und 31. Juli eine Mischung aus Straßenfest und Weinfest. Überall werden Stände, Stehtische sowie Tische und Bänke aufgestellt. Natürlich wird auch manches vom Wetter abhängen. Doch an schlechtes Wetter denkt in Veldenz derzeit niemand. Das Fest wird wie bisher über vier Tage gehen. Beginn ist am Freitag, 28. Juli, 12 Uhr, mit der traditionellen Fahnenhissung und Böllerschüssen auf der Josephinenhöhe. Am Nachmittag treffen dann die ersten Oldtimer ein. Insgesamt werden 105 Fahrzeuge - Autos und Motorräder - erwartet. Am Freitagabend, 19 Uhr, findet im Römersaal eine Weinprobe statt. Kommentatoren sind die Deutsche Weinprinzessin Nicole Kochan und Michael Pietsch, ein Weinfreund aus München, der freundschaftliche Bande nach Veldenz hat. Um 21 Uhr heißt es dann "Wein und Musik unter dem Sternenhimmel" mit der Tanz- und Showband "Top-Sound". Am Samstag, 29. Juli, starten die Oldtimer zur ihrer Ausfahrt. Ab 12 Uhr können sie am Ortseingang bewundert werden. Um 20 Uhr wird im Garten der Villa Romana die neue Ortsweinkönigin, Bärbel I., gekrönt. Danach ist erneut "Top-Sound" zu hören. Im Mittelpunkt des sonntäglichen Geschehens steht ab 14 Uhr der große Oldtimerkorso durch den Ort. Um 19 Uhr folgt die "Winzerolympiade, um 21 Uhr ein Rockkonzert mit der Band "nfn" und eine Licht-Show. Gemütlich geht es am Montag ab 12 Uhr (gemeinsames Mittagessen) zu. Dann kommen auch die Kinder zu ihrem Recht. Im Bereich des Rathauses wartet ein Rummelplatz. "Wir wollen dieser Veranstaltung gleich einen Stempel für die nächste Jahre aufdrücken", blickt Bürgermeister Norbert Sproß mit einigen Hoffnungen auf das Fest am neuen Ort.